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Wieviel MotoGP steckt eigentlich in der IAA?

Wieviel MotoGP ist eigentlich auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt zu finden? Die Frage habe ich mir vor meinem diesjährigen Besuch gestellt. Um ehrlich zu sein hatte ich in den vergangenen Jahren gar nicht so darauf geachtet, doch diesmal wollte ich schauen, ob es auf einer Autoausstellung überhaupt Zweiräder zu finden gibt. Und ich muss sagen: Ich bin überrascht. Es sind deutlich mehr Maschinen als erwartet.

 

Fangen wir bei unserem kleinen Rundgang an. Erste Halle, erster Schritt zu BMW und gleich am Eingang werde ich von einer kleinen aber feinen Motorradecke empfangen. Klar, alles keine MotoGP Maschinen. Aber immerhin. Ein Teil der Modellpallette, dazu ein Zukunftsausblick. Gar nicht schlecht für den Anfang.

 

Weiter geht’s zu Honda. Da waren die Erwartungen hoch. Letztes Jahr hatten sie eine Steilwand mit einer Original MotoGP Maschine des LCR Honda Teams von Stefan Bradl ausgestellt. Was also jetzt wohl zu sehen ist? Ebenfalls wie bei BMW (wenn auch deutlich kleiner) eine kleine Motorradecke, mit einer schönen Honda RCV 213-S davor. In der kleinen Ecke Eine Honda Fireblade im Repsol Design, dazu einer Werbefilm auf dem Monitor mit Scott Redding, der die RCV auf einer Strecke vorfahren darf. Schön auch: Direkt hinter der Premiere des Honda NSX Sportwagens auf der Medialeinwand sind viele Szenen von Marc Marquez und Dani Pedrosa eingespielt. Schön anzusehen. Die MotoGP spielt bei Honda also eine ziemlich große Rolle. Auch da, aber längst nicht so präsent: Der Formel 1 Bolide von McLaren Honda.

 

Weiter geht’s zu Suzuki direkt gegenüber. Neben einer Suzuki GSX steht das Prachtexemplar des Stands, leider etwas versteckt in einer Ecke. Eine Original MotoGP Maschine von Aleix Espargaro. Wie es sich gehört sind die wichtigsten Objekte auf der IAA in einem Glaskasten eingepackt. Das ist schon ein fantastischer Anblick. Nebendran noch eine Serienversion der Suzuki GSX-R in einem schönen MotoGP Design. Auch nicht zu verachten.

 

 

Nach so viel Zweirädern mache ich einen Stopp bei Abarth. Und dort finde ich einen kleinen 500er Fiat Abarth (darf man das überhaupt so sagen?) mit dem schönen Hinweis, dass dies ein offizieller Sponsor der MotoGP beim Yamaha Werksteam ist. Schau mal da. Leider nur in weiß, nicht in dem tollen Yamaha blau, wie er jetzt in Misano präsentiert wurde. Schade.

 

Beim Auspuff Produzenten Akrapovic steht eine Originalmaschine von Ducati mit der Nummer 4, Kenner kennen den Fahrer. Auch schön hinter Glas. Kurzer Halt bei Brembo, wo man sich eine Carbon Bremsscheibe einmal im Original anschauen kann. Wenn man dranklopft meint man, die Scheiben wären aus Kunststoff, so einen schmalen und verletzlichen Eindruck hinterlassen die.

 

Nach einer ordentlichen Startaufstellung vor dem Halleneingang bei Audi treffe ich eine einzelne und ziemlich einsame Ducati Monster. Ganz alleine steht sie dort verloren am Rand. Ein bisschen schade. Ich meine mich erinnern zu können, dass Audi vor zwei Jahren eins, zwei mehr Maschinen am Stand platziert hatte. Aber immerhin. Zum Schluss entdecke ich bei Peugeot noch den kleinen, süßen Retroscooter Django. Könnte sein, dass wir den in den Paddocks dieser Welt im nächsten Jahr sehen, jetzt wo Mahindra doch Peugeot Scooter übernommen hat und mit diesem Namen auch mit einem Team an den Start gehen will. Mal abwarten, was da noch passiert.

 

Soweit also der kleine Überblick über das, was man an MotoGP auf der IAA so finden kann. Gar nicht so wenig für eine Automobilausstellung.

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