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Die MotoGP Saison 2015 in Bildern - Jerez

(Fotos © www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

 

Das nennt man einen klassischen Start-Ziel Sieg. Und ein Comeback. Und was für eins. Nachdem drei Rennen lang für Jorge Lorenzo im Jahr 2015 nicht wirklich viel zusammenlief, holte der Spanier in Jerez zum ganz großen Schlag aus. Pole Position und ein ganz souveräner Sieg. Lorenzo ist wieder da.

 

Den Sieg fährt Lorenzo vor seinem Landsmann Marc Marquez ein, der mit einem gebrochenen Finger ins Rennen gehen muss. Aber der Repsol Honda Pilot beißt auf die Zähne und fährt diesen famosen zweiten Platz heraus. Der Drittplatzierte Valentino Rossi bleibt jedoch das Phänomen der Stunde. Zwei Siege in den ersten vier Rennen, dazu zwei dritte Plätze. Das ist ganz stark was der Altmeister da zu dieser Zeit der Saison auf den Asphalt zaubert.

 

Ein wenig der roten Faden verliert dagegen Andrea Dovizioso. Der Ducati Pilot hatte bislang mit drei zweiten Plätzen geglänzt, doch jetzt in Jerez gelingt nicht viel. Probleme mit der Motorbremse werfen ihn im Rennen auf Rang neun zurück. Und für Stefan Bradl bleibt 2015 weiterhin schwierig. Rang 16 lässt ihn erneut knapp an den Punkterängen vorbeifahren.

 

In der Moto2 wird das Rennen in Jerez zur großen Jonas Folger Show. In einem grandiosen Wettkampf besiegt er Johann Zarco und Tito Rabat und gewinnt sein zweites Rennen der Saison. Damit haftet er sich automatisch das Wort „Titelfavorit“ ans Revers. Marcel Schrötter wird als nächster Deutscher Pilot sensationell zehnter. Florian Alt fährt auf Platz 24 über die Ziellinie während Sandro Cortese nach einem Sturz das Rennen nicht beenden kann.

 

Die richtig große Show passiert aber in der Moto3. Für mich fast so etwas wie das Rennen des Jahres mit definitiv dem besten Manöver der Moto3 Saison. Rookie Fabio Quartararo holt in Jerez seine erste Pole Position. Er ist mittendrin in einem Vierkampf im Rennen mit Danny Kent, Miguel Oliveira und Brad Binder. Alle vier können das Rennen gewinnen. Dann kommt die letzte Kurve. Quartararo ist innen, bremst unfassbar spät. Wenn das gelingt hat er das Ding für sich entschieden. Doch das Manöver ist zu optimistisch. Die Maschine steht quer. Wie beim Domino droht er nicht nur Danny Kent, sondern auch noch die anderen zwei Fahrer mit von der Strecke zu räumen. Doch irgendwie (wie, bleibt wohl sein Geheimnis) fängt er seine Maschine ab. Er muss die drei Fahrer passieren lassen und wird nur vierter. Kent gewinnt vor Oliveira und Binder. Trotzdem: Diese Aktion mit seinem Bike: Ganz hohe Kunst, die mich mit der Zunge schnalzen lässt. Keine Punkte übrigens für Philipp Oettl, der in Jerez die Zielflagge nicht sieht.

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