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Die MotoGP Saison 2015 in Bildern - Assen und Sachsenring

(Fotos: © Dorna, Red Bull KTM Ajo Moto3, Estrella Galicia 0,0 MarcVDS Moto3 Team, Ajo Motorsport Moto2 Team, Forward Racing, Movistar Yamaha MotoGP, Repsol Honda MotoGP Team, Suzuki Racing)

 

Die Strecke in Assen gehört von sich aus schon zu den beliebtesten und speziellsten Strecken im Kalender. Jede Menge Kult und Historie liegen auf dem Asphalt. Die Rennen 2015 sollten ein weiteres Kapitel den Geschichtsbüchern hinzufügen. Denn die MotoGP, wie auch die Moto3, entschied sich jeweils erst in der berühmt berüchtigten Zielschikane. Valentino Rossi erwischte einen Glanzstart, übernahm von Beginn an die Führung. Doch der Weltmeister von 2013 und 2014 heftete sich an Rossis Fersen. Marc Marquez lieferte sich ein packendes Duell mit Rossi. Sieben Runden vor dem Ende übernahm Marquez die Führung, doch Rossi schlug direkt zurück. In der Zielschikane versuchte sich der Spanier noch einmal am Italiener vorbei zu pressen. Doch es war zu eng. Rossi musste aufmachen um einen Sturz zu verhindern, fuhr durch das Kiesbett und vor Marquez über die Ziellinie. Ein weiterer Mosaikstein in einem Duell, das die MotoGP im Laufe der Saison noch intensiver beschäftigen sollte.

 

Jorge Lorenzo, der zuvor dreimal in Folge gewinnen konnte, hatte diesmal keine Chance auf einen Sieg und wurde dritter. Äußerst unglücklich verlief das Wochenende für Stefan Bradl. Nach dem Verlust des Hinterrads kam es zum Sturz und dem Aus für den Deutschen. Soweit nicht so schlimm. Doch Bradl verletzte sich bei dem Sturz schwer, brach sich das Kahnbein der rechten Hand. Nach der Operation folgte eine längere Regenerationsphase, die auch zum Nichtstart am Sachsenring zwei Wochen später führte.

 

In der Moto2 blieb vom Ergebnis alles wie gehabt. Johann Zarco gewann auch sein Rennen in den Niederlanden. Auf den Plätzen landeten diesmal Tito Rabat (2) und Sam Lowes(3). Jonas Folger gelang ein siebter Platz, gefolgt von Sandro Cortese (17) und Marcel Schrötter (18). Florian Alt schied bereits in der ersten Runde nach einem Sturz aus.

 

Die Moto3 hatte zu Beginn des Rennsonntags den Spektakelfaktor schon sehr hoch gelegt. Denn gleich sieben Fahrer hatten in der letzten Schikane noch die Möglichkeit, das Rennen für sich zu entscheiden. Miguel Oliveira schaffte es, am besten aus der letzten Kurve zu kommen. Er gewann vor einem entfesselt auffahrenden Fabio Quartararo und Danny Kent. Sieben Fahrer innerhalb einer halben Sekunde auf der Ziellinie, ein wahrlich wieder einmal packendes Rennen in der kleinsten WM Klasse. Philipp Oettl holte mit Rang 15 noch einen WM Punkt.

 

Einen ausführlichen Blick zurück auf den Großen Preis der Niederlande gibt es noch einmal hier.


(Fotos: © www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

 

Drei Monate sind für einen Doppelweltmeister schon eine lange Zeit. Eine lange Zeit ohne Sieg nämlich. Zuletzt war Marc Marquez ein Sieg in Austin gelungen. Der erste und bisher einzige in 2015. Doch der Sachsenring liegt dem Honda Piloten. 2013 und 2014 konnte er dort gewinnen. Warum sollte dies 2015 nicht wieder gelingen? Um es vorwegzunehmen: Es gelang.

 

Doch zunächst versuchte ihm Jorge Lorenzo kräftig in die Suppe zu spucken. Der übliche Blitzstart gelang Lorenzo. Doch seine Führung hielt nur ganze vier Runden. Dann übernahm Marquez wieder die Spitze und gab sie bis zum Ende nicht mehr her. Lorenzo dagegen musste immer mehr Federn lassen und wurde zuerst von Teamkollege Valentino Rossi und dann auch noch von Honda Pilot Dani Pedrosa überholt. Mit leeren Händen stand Lorenzo somit nach dem Rennen da, während sich Pedrosa (2) und Rossi (3) zu Sieger Marquez auf das Podest gesellten.

 

Einen spannenden Zweikampf legten die Suzuki Fahrer Aleix Espargaro und Maverick Vinales auf den Asphalt. Die beiden trennten auf dem Zielstrich gerade einmal 0,021 Sekunden, nachdem sie sich Kurvenlang zuvor heftig duelliert hatten. Stefan Bradl war am Sachsenring 2015 nur als Gast zugegen, musste wegen seines in Assen erlittenen Kahnbeinbruchs das Rennen sausen lassen.

 

Die Moto2 erlebt ein Gesicht an der Spitze, dass es zuvor dort noch nie gesehen hatte. Xavier Simeon gewann das erste Rennen seiner WM Karriere vor Johann Zarco und Alex Rins. Auf dem Podest hätten eigentlich noch zwei andere Fahrer Platz nehmen können, doch Franco Morbidelli gelang es, Tito Rabat in der letzten Kurve vor der Zielflagge von der Strecke zu crashen. Unbeabsichtigt, aber unglücklich war die Szene schon.

 

Aus deutscher Sicht war das Rennen am Sachsenring desaströs. Bester wurde Sandro Cortese auf Rang elf vor Jonas Folger als 14er. Marcel Schrötter schied vorzeitig aus, während Florian Alt krankheitsbedingt gar nicht erst losgefahren war.

 

In der Moto3 war es im Gegensatz zu vielen anderen Rennen zuvor eine eindeutige und klare Angelegenheit mit bekannten Namen an der Spitze. Danny Kent gewann souverän vor Teamkollege Efren Vazquez und Enea Bastianini. Nur um den dritten Platz von Bastianini gab es einen engen Kampf, denn zwischen Rang drei und Rang 7 lagen gerade einmal 0,3 Sekunden. Als elfter fuhr Philipp Oettl in die WM Punkte, während die beiden Wildcard Starter Jonas Geitner (27 und letzter Platz) und Maximilian Kappler (Ausfall) ihre Rennen weit von der Spitze entfernt beendeten.

 

Der ausführliche Rennbericht zum Großen Preis von Deutschland ist noch einmal hier zu finden.

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