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Die MotoGP Saison 2015 in Bildern - Brünn und Silverstone

(Fotos: © www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

 

Das war eng. Zumindest was die Austragung des Grand Prix im Tschechischen Brünn betrifft. Erst einen knappen Monat vor Rennstart hatten sich die beteiligten Parteien auf einen tragfähigen finanziellen Kompromiss für das Traditionsrennen einigen können. Damit war das Rennen nicht nur für 2015, sondern sogar bis 2020 gesichert.

 

Sportlich gesehen war Brünn dagegen eine glasklare Angelegenheit. Der dominierende Mann des Wochenendes in der MotoGP hieß Jorge Lorenzo. Von der Pole Position aus ins Rennen gegangen war es Lorenzo, der über die komplette Distanz das Feld anführte und dominierte. Zwar versuchte sich Verfolger Marc Marquez wie schon beim Rennen zuvor an die Fersen von Lorenzo zu heften. Doch diesmal sollte der Honda Pilot das Nachsehen haben. Zweiter Platz im Rennen hinter dem Yamaha Mann mit rund viereinhalb Sekunden Rückstand.

 

Valentino Rossi komplettierte das Podest neben Lorenzo und Marquez als Dritter. Der „Doctor“ hatte jedoch im Rennen keine Chancen, fuhr mit über zehn Sekunden Rückstand hinter Marquez über das Ziel. Die ersten zwei Punkte für seinen neuen Aprilia Rennstall konnte Stefan Bradl einfahren. Platz 14, ein mehr als respektables Ergebnis, zumal Bradl nach seinem Kahnbeinbruch immer noch nicht 100 prozentig fit ins Rennen gegangen war.

 

In der Moto2 waren es auch in Brünn die „üblichen Verdächtigen“ auf dem Podium. Johann Zarco gewann vor Tito Rabat und Alex Rins. Ein neuer Name war jedoch vorne auf der Ergebnistafel zu sehen, der dort bislang noch nicht aufgetaucht war: Alex Marquez. Mit einem vierten Platz fuhr er die bislang beste Platzierung in seinem Moto2 Debutjahr ein.

 

Jonas Folger wurde bester deutscher Fahrer auf Rang sechs. Ihm folgten Sandro Cortese (8) und Marcel Schrötter (19). Florian Alt erreichte das Ziel nicht.

 

Niccolo Antonelli hieß in der Moto3 der große Gewinner in Brünn. Der Italiener feierte den ersten Sieg seiner Karriere in der Weltmeisterschaft. Antonelli siegte vor Landsmann Enea Bastianini und Red Bull Ajo Pilot Brad Binder. Nach seinem Wahnsinnsritt in Indianapolis mit Rang drei ging es für Philipp Oettl in Brünn diesmal nicht so hoch hinaus. Platz 15 mit einem WM Punkt.

 

Einen ausführlichen Blick zurück kann man auch noch einmal in unserem seinerzeitigem Rennbericht hier werfen.


(Fotos: © Dorna, Pramac Racing, Movistar Yamaha MotoGP Team, Repsol Honda MotoGP Team, Estrella Galicia 0,0 MarkVDS, Pons Racing, Ajo Motorsport, Intact GP, AGR, Leopard Racing, SIC Racing Team)

 

Was anderes sollte es in Großbritannien tun außer: Regnen. Das MotoGP Rennen war schon gestartet, als alle Fahrer bereits in der Aufwärmrunde wieder zurück an die Box mussten. Statt einem erklärten Trocken- gab es nun ein Regenrennen. Wieder einmal gelang es dabei Jorge Lorenzo, den Start für sich zu entscheiden. Wie mit einer Rakete gezündet fetzte er an Landsmann Marc Marquez vorbei auf Platz eins. Doch dieser Vorsprung hielt nicht lange, da schon bald Teamkollege Valentino Rossi mit Siebenmeilenstiefeln von hinten heranflog. Lorenzo fiel immer weiter zurück und landete am Ende nur auf Rang vier. Grund war ein beschlagenes Visier, das es Lorenzo unmöglich machte, den Durchblick auf der regennassen Strecke zu behalten.

 

An der Spitze kam es somit zum Duell Marquez gegen Rossi. Der Altmeister Rossi sollte die Oberhand behalten, da Marquez acht Runden vor dem Ende im Kiesbett landete. Rossi gewann somit vor Danilo Petrucci, der von Startplatz 18 aus das Rennen seines Lebens machte und erstmals in seiner Karriere auf das Podest fuhr. Das italienische Podiums Trio komplettierte Andrea Dovizioso auf Platz drei. Durch den Regen kam es im Rennen zu einigen Stürzen. Hierbei erwischt es auch Stefan Bradl – sechs Runden vor Schluss auf Punktekurs.

 

In der Moto2 kam es dagegen zu keinen Überraschungen. Johann Zarco gewann in Silverstone sein fünftes Rennen der Saison. Ihm folgten Alex Rins und Tito Rabat auf den Plätzen zwei und drei. Jonas Folger fuhr einen hervorragenden fünften Platz heraus, während Sandro Cortese auf Rang acht, Marcel Schrötter auf Platz elf und Florian Alt auf Rang 24 landeten.

 

Mächtig Durcheinander gab es dagegen in der Moto3. Ein Brite siegte bei britischem Wetter in einer für ihn perfekten Umgebung: Danny Kent. Er fuhr einen ungefährdeten Erfolg ein, siegte vor dem Überraschungszweiten Jakub Kornfeil und Niccolo Antonelli. Die drei Fahrer auf dem Podium hatten mit fast 40 Sekunden einen riesigen Abstand zum restlichen Feld, das von Fabio Quartararo angeführt wurde. Der Franzose fuhr dabei trotzdem ein brillantes Rennen, denn auch er hatte (wie später Lorenzo in der MotoGP) durch ein beschlagenes Visier kaum Sicht auf die Strecke, so dass er auf der Geraden teils sogar mit offenem Helm fuhr. Philipp Oettl verpasste auf Rang 16 die WM Punkte nur knapp.

 

Ein ausführlicher Blick auf das Rennen in Silverstone ist auch noch einmal hier zu finden.

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