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Die MotoGP Saison 2015 in Bildern - San Marino

(Fotos: © www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

 

Das nennt man ein echtes „Crazy Race“. Zu Beginn sah zum MotoGP Rennen in Misano alles nach einem normalen Rennsonntag aus. Doch was dann folgte, war eines der spektakulärsten Rennen des Jahres 2015. Bei Start gab es noch das altbekannte Bild. Jorge Lorenzo, Marc Marquez und Valentino Rossi führten das Feld an und lieferten sich einen packenden Dreikampf um die Spitze. Doch dann setze plötzlich Regen ein, was das komplette Feld durcheinanderwirbeln sollte. Denn es blieb auf der Strecke nicht nass, sondern trocknete wieder ab, was einen erneuten Wechsel der Maschine notwendig machte.

 

Lorenzo und auch Rossi verpokerten sich hier, blieben zu lange auf den Regenreifen draußen, die jedoch bei zunehmend abtrocknender Strecke massiv abbauten. Einige Fahrer hatten jedoch richtig spekuliert und waren früh auf Slicks umgestiegen. Unter ihnen Marc Marquez, der das Rennen letztendlich auch gewann. Drei Überraschungen hatten ebenfalls eine perfekte Taktik gewählt: Bradley Smith, Scott Redding und Loris Baz. Während Smith als zweiter gar keinen Bikewechsel machte und komplett durchfuhr, lieferten sich Redding und Baz zum Ende noch einen feinen Kampf, den Redding mit Platz drei für sich entschied.

 

Währenddessen landete Valentino Rossi aufgrund des späten Bikewechsels nur auf Rang fünf. Jorge Lorenzo erwischte es noch schlimmer, denn er schied kurz nach dem Wechsel auf Slicks nach einem Sturz vorzeitig aus. Stefan Bradl verpasste als 16er die Punkteränge im Chaosrennen von Misano knapp.

 

Während der Regen in der MotoGP viele neue Namen nach vorne gespült hatte, blieb es in der Moto2 weitgehend bei bekannten Gesichtern auf dem Podium. Johann Zarco gewann vor Tito Rabat und Takaaki Nakagami. Ein Podestbesuch war dem Japaner zuletzt vor genau zwei Jahren, ebenfalls in Misano gelungen. Jonas Folger fuhr als bester deutscher Fahrer auf Rang sechs. Sandro Cortese wurde achter, Marcel Schrötter 17er und Florian Alt 22er.

 

Die Moto3 sollte in Misano zu einem ganz besonderen Ort werden. Denn ausgerechnet ein Italiener durfte auf (fast) heimischem Boden den ersten Rennsieg seiner Karriere feiern. In einem spannenden Kampf siegte Enea Bastianini mit 0,037 Sekunden Vorsprung vor Miguel Oliveira und Niccolò Antonelli. Es dauerte lange, bis die Siegerehrung beginnen konnte, denn der Siegestrunkene Bastianini ließ sich noch auf der Strecke die Haare in den italienischen Nationalfarben färben. Ein echtes Spektakel – auf und neben der Strecke. Für Philipp Oettl gab es in Misano auf Rang zehn sechs WM Punkte.

 

Einen ausführlichen Blick auf den Großen Preis von San Marino kann man auch noch einmal hier werfen.

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