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Start ins Jahr 2019 mit den MotoGP Teampräsentationen

Den Anfang der "Enthüllungen" macht 2019 Ducati mit seinem Bike und den Fahrern Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci.
Den Anfang der "Enthüllungen" macht 2019 Ducati mit seinem Bike und den Fahrern Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci. © Ducati

Ducati

Bevor die ersten Motoren in der Saison 2019 wieder aufheulen, müssen erst einmal die die Bikes enthüllt werden. Neue Farben, neue Formen, neue Motoren und neue Fahrer werden bei den Teams präsentiert.

 

Den Anfang macht in diesem Jahr Ducati. Das Team nennt sich in Anlehnung an einen großen Sponsor (den Tabakhersteller Philip Morris) ab sofort Mission Winnow Ducati. Direkte Tabakwerbung ist schon seit Jahren im Motorsport nicht mehr erlaubt und so geht man in diesem Jahr einen Umweg über eine Marketingkampagne die der Konzern ins Leben gerufen hat.

 

Neu ist in diesem Jahr also nicht nur der direkt erkennbare Sponsorenschriftzug, sondern auch die Farbe des Bikes. Im Gegensatz zu den Vorjahren fährt die Ducati 2019 komplett in rot vor. Mir persönlich ist das ein bisschen zu wenig kontrastreich, aber natürlich auch einfach Geschmacksache. Die wichtigste Änderung neben dem Bike ist auch die Besetzung der Fahrerposition. Nach dem Weggang von Jorge Lorenzo übernimmt Danilo Petrucci seinen Platz.

 

Petrucci und Teamkollege Andrea Dovizioso kommentieren ihren Einstieg in die Saison bei der Präsentation wie folgt:

 

Andrea Dovizioso: "2018 war für mich ein sehr positives Jahr. Wir haben mit einem Sieg begonnen. Und auch wenn wir einige Höhen und Tiefen in der Saison hatten, hat uns das eher motiviert um weiter in die richtige Richtung zu blicken. Zur Hälfte der Saison haben wir dann einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit mit dem Team, wir haben in der zweiten Hälfte der Meisterschaft 2018 mit um den Sieg gekämpft. Ich denke, wir werden in den nächsten Tests weitere Verbesserungen vornehmen, um die Saison bestmöglich zu beginnen. Die Erwartungen sind hoch, ich habe ein gutes Gefühl mit dem Motorrad und meiner Crew und wir können auf mehr Erfahrung zurückgreifen. Ich bin froh, Danilo als Partner zu haben, wir kennen uns gut und ich glaube, wir können auf der Strecke kämpfen und trotzdem gemeinsam an der Entwicklung des Pakets arbeiten."

 

Danilo Petrucci: "Die letzte Saison war für mich sehr wichtig, die Saison mit den meisten Punkten bislang in meiner Karriere. Auch wenn ich mein Ziel verfehlt habe, Platz eins als Fahrer eines Nicht Werksteams, war 2018 ein zweifellos gutes Jahr. 2019 in den Werksfarben anzutreten macht mich stolz und ich kann es wirklich kaum erwarten loszulegen: Ich habe ein super Gefühl mit meiner neuen Crew und das technische Niveau ist höher denn je. Was mich betrifft so weiß ich, wo ich mich noch verbessern kann. Ich habe mein Konditionsprogramm geändert, um sicherzustellen, dass ich im ersten Rennen in Bestform bin. Ich freue mich sehr, mit Andrea zusammenzuarbeiten: Er ist nicht nur ein phänomenaler Fahrer, sondern auch ein wunderbarer Mensch. Wir kennen uns schon lange und wir haben unser gemeinsames Training mit einem Ziel begonnen: Beide eine wirklich starke Saison zu fahren."

Das Ducati Design 2019.
Das Ducati Design 2019. © Ducati
So sah die Ducati noch 2018 aus.
So sah die Ducati noch 2018 aus. © Ducati

Danilo Petrucci 2019 ganz in Ducati rot.
Danilo Petrucci 2019 ganz in Ducati rot. © Ducati
Andrea Dovizioso ein weiteres Jahr bei Ducati.
Andrea Dovizioso ein weiteres Jahr bei Ducati. © Ducati

Repsol Honda

Neues Jahr, neues Gesicht. Neben Marc Marquez fährt 2019 Jorge Lorenzo für das Repsol Honda Team.
Neues Jahr, neues Gesicht. Neben Marc Marquez fährt 2019 Jorge Lorenzo für das Repsol Honda Team. © HRC

Bei der Teampräsentation von Repsol Honda gab es richtig was zu feiern. Denn die erfolgreiche Partnerschaft zwischen dem spanischen Mineralölkonzern und Honda geht in ihr 25. Jahr. Wer jedoch ein großes Feuerwerk erwartet hatte, wurde ziemlich herb enttäuscht.

 

Die Altstars Mick Doohan und Alex Crivillé flankierten die Präsentation mit ihrer Anwesenheit und lieferten sich ein virtuelles Duell mit den beiden aktuellen Fahrern Marc Marquez und Jorge Lorenzo. Das war es dann aber auch schon mit der Herrlichkeit. Das Spannendste war jedoch der erstmalige Auftritt von Jorge Lorenzo in seinen neuen Teamfarben. Nach Jahren in Yamaha blau und zwei Saisons in Ducati rot trägt Lorenzo seit 2019 weiß-orange.

 

Marc Marquez und Jorge Lorenzo erschienen bei der Präsentation angeschlagen. Marquez erholt sich noch von einer Schulter Operation aus dem Dezember 2018, die deutlich schwieriger verlief als zunächst angenommen. Lorenzo hatte sich wenige Tage vor der Teampräsentation das Kahnbein in der linken Hand bei einem Trainingsunfall gebrochen.

 

2019 dürfte somit in vielerlei Hinsicht eine spannende Saison beim Repsol Honda Team werden. Wie fit gehen beide Fahrer an den Start? Gibt es ein hartes Teaminternes Duell? Wie lange geht es zwischen beiden Fahrern partnerschaftlich zu und wann kommt es zu ersten Konflikten? Viele Fragen und noch wenig Antworten. Die gaben Marquez und Lorenzo jedoch in ihrem ersten offiziellen Statement im Rahmen der Vorstellung:

 

Marc Marquez: "Es ist ein Privileg, Teil der Familie des Repsol Honda-Teams zu sein. Als ich jung war und die Rennen vom Sofa aus verfolgte, wollte ich in diesem Team sein und diese Farben tragen. Es war ein Privileg, mit Repsol zusammenzuarbeiten und ihre Unterstützung bei der spanischen Meisterschaft zu haben und später mit ihnen bei der Weltmeisterschaft zu arbeiten. Und jetzt bin ich hier, um Repsol und Honda zu helfen, mehr Titel zu gewinnen und ihre Geschichte noch erfolgreicher zu machen. Es ist etwas, das mich sehr glücklich macht. Als ich in der Moto2 war, wusste ich, dass ich für Repsol Honda fahren wollte und ich wollte den MotoGP-Titel gewinnen. Wenn Journalisten mich fragen, ob ich das Team wechseln werde denke ich, warum sollte ich gehen, wenn ich bereits Teil dieses unglaublichen Teams bin? Hier sind wir eine Familie, die Beziehung zu Repsol und Honda ist fantastisch und das ist etwas sehr Wichtiges, um unsere Ziele Jahr für Jahr zu erreichen. Ich hoffe, dass wir Ende 2019 gemeinsam etwas feiern können."

 

Jorge Lorenzo: "Repsol Honda ist in jeder Hinsicht auf einem anderen Niveau. Ich konnte es beim Valencia-Test sehen, als ich viele Leute um mich hatte die mir zuhörten was ich sagte. Es ist ein Traum für jeden Fahrer, Teil dieses Teams zu sein. Ich bin sehr anspruchsvoll und versuche immer, das Beste aus jeder Situation herauszuholen. Ich möchte dem Team gerne das Vertrauen zurückzahlen, was sie mir zu Beginn entgegengebracht haben. Ich bin sehr stolz darauf, in einem Team mit so vielen Erfolgen und einer solchen Geschichte fahren zu können. Ich mag das Motorrad sehr, es bewegt sich sehr gut und ist sehr gutmütig. Außerdem brachte mir das Team ab dem ersten Tag sehr viel Herzlichkeit entgegen. Mein Hauptziel für 2019 ist es zunächst, mich hundertprozentig zu erholen und dann auf der Strecke zu zeigen, dass wir wirklich das Dream Team sind, von dem die Leute sprechen."

Marc Marquez bei der Präsentation des Repsol Honda Teams
Marc Marquez bei der Präsentation des Repsol Honda Teams. © HRC
Jorge Lorenzo erstmals in neuen Teamfarben von Honda
Jorge Lorenzo erstmals in neuen Teamfarben von Honda. © HRC

Repsol Honda Motorrad von Marc Marquez
Das Bike von 2018 sieht 2019 praktisch unverändert aus. © HRC
Präsentation des Repsol Honda Teams 2019 in Madrid
Volles Haus bei der Präsentation in Madrid. © HRC

Petronas Sepang Racing Team

Das Petronas Sepang Racing Team tritt 2019 erstmals in allen drei WM Klassen an.
Das Petronas Sepang Racing Team tritt 2019 erstmals in allen drei WM Klassen an. © Petronas Sepang Racing

Etabliert und doch ganz neu. Das Petronas Team ist schon seit vielen Jahren in der Moto3 aktiv, in jüngerer Vergangenheit auch in der Moto2. Doch 2019 beginnt für sie das ganz große Abenteuer, denn die Bühne MotoGP ist noch einmal eine ganz andere Klasse. Mit mehr Manpower, größerem Budget und vor allem dem deutlich größeren Scheinwerferlicht.

 

Das Petronas Team ist somit derzeit das einzige Team, was in allen drei WM Klassen mit mindestens einem Fahrer an den Start geht. Nicht nur daran kann man erkennen, wie ernst es das Team aus Malaysia mit seinen Ambitionen im Motorradsport meint.

 

Vier der fünf Fahrer sind in 2019 neue Gesichter beim Petronas Team. In der Moto3 startet man erneut mit dem Japaner Ayumu Sasaki, der nunmehr in seine dritte Saison mit dem Team geht. Neu dazugestoßen ist in der kleinsten WM Klasse John McPhee. Der Schotte soll mit seiner ganzen Erfahrung zum Erfolgsgarant in der Moto3 werden.

 

In der Moto2 bleibt bei nur einem Fahrer. Hier setzt man jedoch auf ein Eigengewächs aus heimatlichen Gefilden. Khairul Idham Pawi kommt vom Honda Asia Team und wird als einziger Fahrer aus Malaysia beim Petronas Team starten.

 

Neu ist das Team in der MotoGP aufgestellt. Franco Morbidelli wechselt vom Marc VDS Team zu Petronas und wird dort gemeinsam mit Fabio Quartararo zum neuen Kundenteam für Yamaha. Quartararo fährt erstmals in der MotoGP, er steigt aus der Moto2 auf, wo er 2018 seine ersten beiden Rennsiege im Speed Up Team feiern konnte. Die beiden MotoGP Fahrer standen daher auch im Mittelpunkt des Interesses. Hier ihre offiziellen Statements im Rahmen der Präsentation:

 

Franco Morbidelli: "Das ist meine zweite Teampräsentation als MotoGP-Fahrer und meine erste mit diesem ambitionierten Team. Um ehrlich zu sein, es war wirklich beeindruckend. Alle sind sehr begeistert und engagiert für das Team. Ich bin schon einmal zu den Petronas Twin Towers gekommen, aber es beeindruckt mich immer wieder. Die Präsentation hier zu machen, die Farben auf meiner Yamaha zum ersten Mal zu sehen und den Moment mit den Menschen in Malaysia zu genießen, war fantastisch. Dies ist ein großartiger Tag für mich und das Team. Ich freue mich, wie schön die Maschine und der ganze Look mit den Lederkombis und dem Helm geworden sind. Es wird ein besonderer Moment, nächste Woche beim ersten Test auf dem Sepang International Circuit. Wir haben alle eine Menge Arbeit vor uns. Trotzdem freue ich mich darauf, wieder auf das Motorrad zu steigen. Dort gilt es Fortschritte zu machen und die Vorbereitungen auf den Saisonstart in Katar fortzusetzen."

 

Fabio Quartararo: "Ich freue mich sehr, das neue Design des Bikes enthüllt und das gesamte Team hier zu Hause, in Malaysia, der Öffentlichkeit präsentiert zu haben. Ich liebe es! Jetzt bin schon ein bisschen aufgeregt beim vor uns liegenden Test in Sepang wieder auf das Motorrad zu steigen. Ich freue mich, dort die neue Saison zu beginnen, denn es ist eine meiner Lieblingsstrecken. Wir werden versuchen, dort unser Bestes zu geben um so viel wie möglich zu lernen. Wir haben sechs Tage Tests vor dem ersten Rennen in Katar. Also werde ich alles tun, um für den Start in die Saison bereit zu sein. Das Ziel für jeden Fahrer der von Moto2 aufsteigt, ist es, Rookie of the Year zu werden. Wir werden hart daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen."

Franco Morbidelli für das Petronas Sepang Racing Team
Franco Morbidelli debütiert 2019 eine Yamaha. © Petronas Sepang Racing
Khairul Idham Pawi in der Moto2 für das Petronas Sprinta Racing Team
Khairul Idham Pawi fährt in der Moto2. © Petronas Sepang Racing

Fabio Quartararo in der MotoGP für das Petronas Sepang Racing
Fabio Quartararo fährt 2019 erstmals MotoGP. © Petronas Sepang Racing
Ayumu Sasaki in der Moto3 für das Petronas Sprinta Racing Team
Ayumu Sasaki tritt auch 2019 in der Moto3 an. © Petronas Sepang Racing

John McPhee in der Moto3 für das Sepang Sprinta Racing Team
John McPhee fährt 2019 in der Moto3 für Petonas. © Petronas Sepang Racing
Präsentation des Petronas Sepang Racing Teams
Großer Andrang bei der Präsentation. © Petronas Sepang Racing

SKY Racing Team VR46

Das Sky Racing Team VR46 lässt für 2019 bei der Präsentation die Hüllen fallen.
Das Sky Racing Team VR46 lässt bei der Präsentation für 2ß019 die Hüllen fallen. © SKY Racing Team VR46

Auch 2019 geht das Sky Racing Team wieder in vierfacher Besetzung an den Start in der Motorrad Weltmeisterschaft. An den großen Erfolg 2018 - dem Weltmeistertitel in der Moto2 für Francesco Bagnaia - will man 2019 anknüpfen.

 

Daher wird das Fahrerfeld nur behutsam angepasst. Weltmeister Bagnaia ist weg, er fährt 2019 in der MotoGP für Pramac Ducati. Für ihn fährt zukünftig Nicolo Bulega in der Moto2, der aus den eigenen Reihen aus der Moto3 aufsteigt. Neben ihm fährt erneut Luca Marini, der 2018 seine ersten großen Erfolge feiern konnte. Er könnte durchaus in die Fußstapfen von Bagnaia treten.

 

In der Moto3 wird ebenfalls nur ein Motorrad neu besetzt. Dennis Foggia war 2018 der Rookie und wird 2019 in seine zweite WM Saison gehen. Neben ihm debütiert Celestino Vietti Ramos. Der 17jährige Italiener war 2018 noch in der Moto3 CEV (der Junioren WM) gefahren.

 

Ebenfalls an Bord bleibt "Meistermacher" und Teamchef Pablo Nieto. Seine Philosophie um junge Talente nach vorne zu bringen hat er uns in einem Exklusivinterview hier erläutert.

 

Alle Fahrer äußerten sich bei der Präsentation zu ihrer bevorstehenden Saison.

 

Nicolo Bulega: „Beim Moto2 Weltmeisterteam anzukommen ist eine einzigartige Gelegenheit für jeden. 2016 debütierte ich mit dem Team in der Moto3 und ich bin stolz darauf, mit der Unterstützung und dem Vertrauen dieser Familie den Sprung in die neue Kategorie wagen zu können.

Das neue Motorrad wird sicherlich besser zu meinem Körper und meinem Fahrstil passen. Die erste Testsession im vergangenen November gab mir großes Selbstvertrauen. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf die neue Kalex zu steigen und dieses Abenteuer zu beginnen.“

 

Luca Marini: „Nach der Schulter Operation bin ich wieder bereit auf die Rennstrecke zurückzukehren. Es geht mir gut und die Rehabilitation verläuft prima. Der letzte Test im November mit neuem Motor verlief positiv. Trotzdem werden wir erst in den kommenden Wochen lernen, uns mit dem Motorrad komplett vertraut zu machen. Ich habe die Saison mit tollen Ergebnissen abgeschlossen.

Aber es ist an der Zeit, sich zu konzentrieren und hart zu arbeiten, um unser Maximum in Katar zum Start erreichen zu können. Es wird wichtig sein, 2019 immer nur Rennen für Rennen zu planen. Und immer die besten Lösungen zu finden, um das Motorrad zu verbessern. Dann kann man um wichtige Platzierungen kämpfen.“

 

Dennis Foggia: „2018 war ein arbeitsreiches Jahr, das mit dem ersten Podiumsplatz für mich in der Weltmeisterschaft endete. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und den Umgang mit kritischen Situationen gelernt. Außerdem habe ich mit dem Rhythmus der Serie, dem Team und dem Bike angepasst. Die neue KTM ist wirklich schnell und die ersten Eindrücke waren positiv.

Wir werden diesen Weg auch in den nächsten Tests fortsetzen. Ich möchte von den ersten Rennen an konkurrenzfähig sein, ständig in der Gruppe der stärksten Jungs bleiben und mein ganzes Potenzial zeigen.“

 

Celestino Vietti Ramos: „Dies ist mein „echtes“ Debüt in der Weltmeisterschaft: Ein Traum für jeden jungen Fahrer. Ich werde die Saison mit einem reicheren Erfahrungsschatz beginnen als ich erwartet habe, aber der Weg vor uns ist noch sehr lang.

Während der Überseerennen im letzten Jahr habe ich viel über meine Crew und das Motorrad gelernt, aber ich habe immer noch großes Verbesserungspotential. Das Ziel ist, in den ersten europäischen Rennen wettbewerbsfähig zu sein und dann um den Titel des besten Rookies zu kämpfen.“

Nicolo Bulega und Luca Marini 2019 für das Sky Racing Team in der Moto2
Die Moto2 Piloten Nicolo Bulega und Luca Marini. © SKY Racing Team VR46
Dannis Foggia und Celestino Vietti Ramos für das Sky Racing Team 2019 in der Moto3
In der Moto3: Dennis Foggia und Celestino Vietti. © SKY Racing Team VR46

Das Design der Motorräder wurde für 2019 behutsam angepasst.
Das Design der Motorräder wurde für 2019 behutsam angepasst. © SKY Racing Team VR46
Das Sky Racing Team präsentiert sich für 2019.
Das gesamte Team stellt sich bei der Präsentation der Öffentlichkeit vor. ©SKY Racing Team VR46

Redox PrüstelGP

Der deutsche Rennstall Prüstel GP geht mit einem tschechischen Fahrerduo 2019 an den Start in der Moto3.
Der deutsche Rennstall Prüstel GP geht mit einem tschechischen Fahrerduo 2019 an den Start in der Moto3. © PrüstelGP

2018 war für den Prüstel Rennstall en sensationelles Jahr in der Moto3 WM. Lange Zeit sah es so aus, als ob ihr Fahrer Marco Bezzecchi tatsächlich den WM Titel holen könnte. Doch am Ende reichte es in einem grandiosen Finale mit Jorge Martin und Fabio Di Giannantonio nur zu Rang drei.

 

Trotzdem: Mit einem solchen Saisonverlauf war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen gewesen, zumal auch noch Pilot Nummer zwei für reichlich WM Punkte sorgte: Denn Jakub Kornfeil fuhr die erfolgreichste WM Saison seiner Karriere.

 

An diese Erfolge will der Rennstall vom Sachsenring auch 2019 anknüpfen. Das Vorhaben dürfte aber (vermutlich) deutlich schwerer werden als noch ein Jahr zuvor. Jakub Kornfeil bleibt beim sächsischen Team. Damit dürften die meisten Erwartungen auf seinen Schultern lasten. Nach dem Weggang von Marco Bezzecchi in die Moto2 war der zweite Fahrerplatz für 2019 neu zu besetzen.

 

Für Bezzecchi kommt mit Filip Salac der zweite Tscheche neben Kornfeil ins Team. Der 17jährige war 2018 noch im Red Bull Rookies Cup gefahren und hatte dort die Saison auf Platz vier beendet. Für ihn dürfte der Einstieg in die Moto3 WM vor allem zum Jahr des Lernens werden.

 

Beide Piloten äußerten sich bei der Präsentation wie folgt:

 

Jakub Kornfeil: "Es ist mein drittes Jahr in diesem Team und das zeigt mir, dass sie immer noch an mich glauben und meinen Fahrstil, meine Mentalität und mein Verhalten mögen. Ich bin wirklich glücklich, mit diesem Team weiterzumachen. Ich denke wir können wieder großartige Ergebnisse erzielen. Wir sind bereit zu attackieren und ich bin froh, dass ich dieses Jahr wieder meine Crew um mich habe, obwohl ein Mechaniker gewechselt ist, den ich gerne behalten hätte. Viele schnelle Fahrer haben die Moto3-Meisterschaft verlassen, was es uns erleichtern könnte. Ich fühle mich bereit für die Saison und unsere Ziele sind sehr hoch. Ich hoffe, dass wir es schaffen, beständig in die Top 5 oder sogar in die Top 3 zu fahren. Das ist unser Ziel, aber wir müssen besonders in der ersten Saisonhälfte stark sein, denn wenn man von Anfang an vorne ist, macht das vieles einfacher. Ich kenne die Teamstruktur, das Miteinander, die Leute und die Besitzer gut und das ist ein wichtiger Faktor für einen Fahrer, denn in der Vergangenheit habe ich oft die Teams gewechselt. Ich möchte mich bei allen dafür bedanken, dass sie uns unterstützen, sei es materiell oder finanziell. Ich liebe die PrüstelGP-Familie und habe mich sehr darauf gefreut unsere neuen Motorräder zu enthüllen."

 

Filip Salac: "Ich bin wirklich glücklich, dass ich dieses Jahr mit dem PrüstelGP Team in der Moto3 an den Start gehen darf. Jeder Fahrer träumt davon, in der Weltmeisterschaft zu fahren und ich denke, das PrüstelGP Team ist eines der wettbewerbsfähigsten Teams in der Moto3-Klasse. Letztes Jahr kämpften sie um die Meisterschaft und ich weiß, dass sie das 2019 wiederholen können. Mein Plan für diese Saison ist es, Rookie des Jahres zu werden und in jedem Rennen unter die Top 10 zu kommen. Ich will definitiv vorn mitfahren. Nach den ersten Tests und Rennen werden wir sehen, wo wir stehen. Ich bin aber überzeugt, dass es gut wird. Ich habe den ganzen Winter hier in Spanien hart trainiert, habe viel Zeit auf dem Motorrad und dem Rennrad verbracht. Wir werden sehen, wie ich zurecht komme. Ich möchte mich bei allen für diese Chance bedanken, besonders bei unseren Partnern und meiner Familie für ihre Unterstützung.

Jakub Kornfeil für das PrüstelGP Team 2019 in der Moto3
Jakub Kornfeil und... © PrüstelGP
Filip Salac 2019 für das PrüstelGP Team in der Moto3
... Filip Salac fahren 2019 für das Redox PrüstelGP Team. © PrüstelGP

Suzuki Ecstar

Joan Mir und Alex Rins für Suzuki in der MotoGP Saison 2019
Einer neu, einer alt. Suzuki macht für 2019 die sanfte Revolution mit einem neuen Piloten. © Suzuki Ecstar

Großer Trommelwirbel, Scheinwerfer, grelle Musik und jede Menge Gäste. So laufen die MotoGP Präsentationen in der Regel ab. Suzuki entschied sich 2019 für die schlichteste aller Varianten. Mit einem Imagefilm auf YouTube führte man in diese Saison ein. Ich bin immer noch hin und hergerissen: Ist das jetzt in digitalen Zeiten richtig cool oder doch eher ziemlich peinlich. Schließlich handelt es sich um die Krone des Motorradsports. Das darf dann jeder für sich selbst entscheiden.

 

Vielleicht lag es aber auch schlicht daran, dass Suzuki recht wenig zu verkünden hatte.  OK, einen neuen Fahrer hatten sie mit im Gepäck, aber ansonsten sieht es beim Motorrad selbst (zumindest von außen) nach einer eher sanften Evolution aus. Muss aber grundsätzlich nicht verkehrt sein, denn die Suzuki war schon gegen Ende 2018 bei der Musik mit dabei. Warum also das ganze Konzept auf den Kopf stellen, wenn es doch gut funktioniert.

 

Joan Mir ist also der neue Mann neben Alex Rins. Er wird schon länger als der "heißeste Scheiß" in der MotoGP gehandelt. Die Moto2 war 2018 nach seinem Moto3 Titel 2017 nur eine Durchgangsstation. Hat er dort richtig Spuren hinterlassen? Eher nicht. Fast schien es, als wäre dieses Moto2 Jahr nur Mittel zum Zweck für ihn gewesen. Es wird mehr als spannend zu beobachten sein, ob er tatsächlich einschlägt wie eine Bombe oder doch eher das erste Jahr zum Lehrjahr für ihn wird.

 

Währenddessen dürfte Alex Rins 2019 noch eine Schippe draufpacken und zum Favoritenschreck avancieren. Ob gar noch mehr geht? Lassen wir uns überraschen. Hier jedenfalls die Aussagen beider Piloten bei der Vorstellung für 2019.

 

Alex Rins: "Endlich ist der Winter vorbei und ich kann wieder fahren! Diese Winterpause hat sich so lange angefühlt und ich kann es kaum erwarten, wieder auf mein Bike zu steigen. Nach dem letzten Test im November habe ich den Ingenieuren meine Wünsche hinterlassen, an denen sie arbeiten können. Soweit ich weiß, werden die Verbesserungen, die wir in Sepang versuchen werden, nicht drastisch sein, aber viele kleine Verbesserungen in vielen Bereichen, was ganz im Sinne der Suzuki-Philosophie ist. Wir wissen, was uns beim Motorrad gefehlt hat, deshalb glaube ich, dass uns ein Paket geliefert wird, das uns helfen wird uns weiter zu verbessern. Mein Winter war sehr intensiv, mit erfolgreicher Genesung und intensivem Trainingsprogramm. Das ist ein wichtiges Jahr, denn 2018 konnten wir zeigen, dass wir konsequent um Podiumsplätze kämpfen können. Jetzt ist es Zeit für den größeren Preis: den Sieg."

 

Joan Mir: "Es ist wohl unnötig zu sagen, dass ich sehr aufgeregt bin wieder auf mein Motorrad zu steigen. Dieser Winter war sehr lange ohne das Fahren, aber so habe ich mich auf mein körperliches Training, konzentriert – mit positivem Erfolg. Natürlich brauche ich noch viel mehr Stunden auf dem Bike. Es gibt so viele Dinge die ich noch verstehen muss, um noch effektiver zu sein. Aber ich fühle mich vom Team sehr unterstützt und werde mich auf ihren Erfahrungsschatz verlassen. Einmal um mich zu verbessern und auch meine eigenen Verbesserungen an meinem Motorrad einzubringen zu können. Es wird ein ganzes Paket sein, sowohl ich wie auch das Motorrad, das sich hoffentlich Schritt für Schritt entwickeln wird. Ich habe keinen Druck, aber mein klares Ziel ist es, die Saison mit einem kleineren Abstand zum Sieger zu beenden als im ersten Rennen."

Alex Rins 2019 in der MotoGP für Suzuki.
Alex Rins 2019 in der MotoGP für Suzuki. © Suzuki Ecstar
Suzuki Bikes von Alex Rins und Joan Mir 2019 in der MotoGP
Können beide Suzuki Piloten in der MotoGP 2019 überzeugen? © Suzuki
Joan Mir 2019 in der MotoGP für Suzuki
Neu für 2019 bei Suzuki: Joan Mir. © Suzuki Ecstar
Suzuki MotoGP 2019
Die Suzuki für 2019 schein eher eine Evolution zu sein. © Suzuki Ecstar

Monster Yamaha MotoGP

Aus Movistar Yamaha wird 2019 Monster Yamaha. Mehr Schwarz, mehr Giftgrün für die neue Saison.
Aus Movistar Yamaha wird 2019 Monster Yamaha. Mehr Schwarz, mehr Giftgrün für die neue Saison. © Monster Yamaha MotoGP

Die Fahrerpaarung bleibt, doch der Look und Hauptsponsor ist für 2019 völlig neu. Zwei Tage vor dem ersten offiziellen Test der Saison 2019 zeigten sich Valentino Rossi und Maverick Vinales erstmals im neuen Teamoutfit.

 

Weniger Blau, dafür deutlich mehr schwarz beim Bike, dass von seiner Anmutung fast ein bisschen an die alte Monster Tech3 aus der letzten Saison erinnert. Ja, das sensationelle Yamaha blue wird dadurch etwas verwässert. Schade. Aber was tut man nicht alles für seinen Hauptsponsor.

 

Der heißt nämlich seit diesem Jahr Monster Energy und ersetzt das grüne Movistar. Diese Partnerschaft war 2018 ausgelaufen und selbst für ein großes Werksteam ist es heute nicht mehr allzu leicht, einen richtig großen Sponsorenfisch an die Angel zu bekommen. Somit ist der zweite große Energiedrink Produzent neben Red Bull jetzt auch mehr als Prominent im Fahrerlager vertreten.

 

Was technisch von der Yamaha für 2019 zu erwarten ist? Das ist die große Frage, die wir vermutlich erst im ersten Rennen in Qatar beantwortet bekommen. 2018 war ein schwieriges Jahr für die Yamaha Truppe. Daher wird man 2019 alles daran setzen, um die beiden Piloten Valentino Rossi und Maverick Vinales wieder ein konkurrenzfähiges Bike auf die Piste zu setzen.

 

Die beiden Fahrer äußerten sich bei der Vorstellung wie folgt:

 

Valentino Rossi: "Die Teampräsentation ist immer ein Event, das mir Freude macht. Es ist das erste Mal, dass wir unser neues Paket für die Saison präsentieren können. Diese Veranstaltung zeigt uns, dass der Start in die Vorsaison nicht mehr weit ist.

Ich habe mir etwas Zeit zum Ausruhen gegönnt und ordentlich trainiert in den letzten Monaten. Aber wie die Fans freue ich mich jetzt auf den Start in die neue Saison. Der bevorstehende Test in Sepang ist sehr wichtig, denn es ist die erste Gelegenheit für unser Team um zu testen, woran Yamaha im Winter gearbeitet hat. Die Leistung hat sich gegen Ende der letzten Saison verbessert, aber wir wollen und müssen einige Verbesserungen vornehmen.

 

Ich freue mich, dass Monster Energy uns in diesem Jahr in einer neuen Rolle verstärkt. Sie sind sowohl für Yamaha als auch für mich schon lange ein Sponsor. Wir kennen uns lange und gut und wir teilen die gleiche Leidenschaft für Rennen.

Ich freue mich auf die neue Saison und darauf, wieder zu fahren. Ich will wieder auf meine M1!.

Ich fühle mich so gut und entschlossen wie eh und je, in diesem Bereich hat sich nichts geändert. Und ich glaube daran, dass wir uns mit harter Arbeit gegenüber dem letzten Jahr verbessern und wieder an die Spitze kommen können."

 

Maverick Vinales: "Wir sind hier in Jakarta, um die neue Saison zu beginnen. Die diesjährige Teampräsentation war ganz besonders, denn es gibt viele Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Das auffälligste sind dabei die neuen Teamfarben und die Lackierung des Motorrads. Sobald ich es sah, konnte ich nicht anders, als mich auf die neue Saison zu freuen. Es wird ein ganz neuer Anfang für uns alle sein: Neuer Hauptsponsor, neue Teamfarben und für mich eine neue Startnummer. Jetzt ist alles beieinander, nun müssen wir nur noch die Vorsaison beginnen.

 

Die Wintermonate waren eine gute Gelegenheit um sich auf die Saison 2019 vorzubereiten. Ich hatte etwas Zeit, um zu entspannen und nachzudenken. Aber die meiste Zeit ging für das Training drauf. Ich bin somit bereit, wieder auf meine M1 zu steigen. Wir haben die Saison letztes Jahr stärker beendet als wir begonnen haben. Daher wird es wichtig sein, dieses Momentum zu erhalten, um uns so auf das erste Rennen in Qatar einzustimmen. Um zu sehen, wo wir stehen, wird uns der Test in Sepang zeigen. Ich freue mich darauf, denn ich habe hohe Erwartungen an dieses Jahr. Meine Motivation hat sich nicht geändert, denn ich will in dieser Saison alles raushauen. 'Beast Mode On'!"

Maverick Vinales in der MotoGP 2019 für das Monster Yamaha MotoGP Team
Maverick Vinales im neuen Look für 2019. © Monster Yamaha MotoGP
Monster Yamaha MotoGP Teampräsentation 2019
Große Bühne, große Lichteffekte bei der Präsentation der neuen MotoGP Yamaha für 2019. © Monster Yamaha MotoGP
Maverick Vinales und Valentino Rossi vor ihrer Yamaha M1.
Maverick Vinales und Valentino Rossi. © Monster Yamaha MotoGP
Valentino Rossi 2019 für das Monster Yamaha MotoGP Team
Valentino Rossi: Auch 2019 "in love" mit seiner Yamaha. © Monster Yamaha MotoGP

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