"Ziel ist der optimale Wettkampfzustand"

Während körperliches Training in vielerlei Formen angeboten und immer mehr verfeinert wird, spielt das Thema „Mentaltraining“ im Alltag von Spitzensportlern oft noch eine untergeordnete Rolle. MotoSports24 hat sich mit dem Sportwissenschaftler und Sportpsychologen Christian Zepp von der Deutschen Sporthochschule Köln genau darüber unterhalten. Zepp spricht außerdem über mentale Blockaden, Entwicklungen und wie mentale Hilfen im Wettkampf eingesetzt werden können.

Christian Zepp - Sportwissenschaftler und Sportpsychologe an der Deutschen Sporthochschule in Köln
Christian Zepp - Sportwissenschaftler und Sportpsychologe an der Deutschen Sporthochschule in Köln (© Privat).

MotoSports24: Sportler brauchen ihren Körper, um Höchstleistungen zu bringen. Nicht den Kopf. Etwas provokativ gefragt: Warum braucht es dann so etwas wie Sportpsychologen, Herr Zepp?

 

Christian Zepp: Es stimmt schon; Sport macht man ja zuerst einmal mit seinen Muskeln, Händen und Beinen. Aber die Entscheidung darüber, wie ich mich im Sport verhalte, was ich mache, entsteht trotzdem im Kopf. Das heißt, je nachdem, wie ich mich entscheide mit einer Situation umzugehen, ob ich eine Situation als belastend oder stressig empfinde, geschieht das erst einmal im Kopf. Den Mentaltrainer braucht es dann an der Stelle, wo Strategien entwickelt werden, wie man mit stressigen Situationen im Wettkampf umgehen kann. Aber es gibt auch andere vielfältige Einsatzmöglichkeiten, wenn man beispielsweise gerade nicht die Motivation für das Training aufbringt, sich fragt, warum man sich das überhaupt alles antut oder auch lernen möchte, seine Emotionen im Wettkampf unter Kontrolle zu bekommen.

 

Viele Menschen assoziieren bei dem Begriff Psychologe nach wie vor: Wer da hingeht, muss wohl irgendwelche Probleme im Kopf haben. Wie begegnen Sie solchen Einwänden?

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"Du weißt nie, was dich hinter der nächsten Ecke erwartet"

Gregory Haines (rechts) zusammen mit seinem Kommentatorenpartner Nick Harris in der Übertragunskabine 2014 in Assen
Gregory Haines (rechts) zusammen mit seinem Kommentatorenpartner Nick Harris in der Übertragunskabine 2014 in Assen

Viele MotoGP Zuschauer vor den Bildschirmen kennen eher seine Stimme als sein Gesicht. Gregory Haines berichtet seit 2013 für motogp.com über die Rennen in der Motorrad-Königsklasse. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern, Dylan Grey und Nick Harris, kommentieren und begleiten sie dabei alle Trainings und Rennen. MotoSports24 sprach mit dem Engländer über seinen Job als Kommentator, über lange und arbeitsreiche Rennwochenenden und die lustigen Momente der Saison 2014.

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The Wunderkind

Fabio Quartararo 2014 auf der Rennstrecke
Fabio Quartararo 2014 auf der Rennstrecke (© OffBikes)

Er kam, sah und siegte. 2013 war er – nicht nur in Spanien – noch ein unbeschriebenes Blatt. Ein Lehrjahr sollte es werden, das erste Jahr in der CEV Moto3. Mittlerweile ist Fabio Quartararo zweifacher Sieger dieser Klasse. Das spanische Magazin Motociclismo hat mit dem jungen Franzosen vor kurzem ein langes Interview geführt (Link zum Original in Spanisch). Hier spricht Quatararo über seinen Start in den Motorradsport und die Premierensaison 2015 in der Moto3 Weltmeisterschaft.

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MotoGP - Runde 18 - Valencia: Sag zum Abschied leise Servus

MotoGP - Das Podium 2014 in Valencia mit Valentino Rossi, Marc Marquez und Dani Pedrosa.
MotoGP - Das Podium 2014 in Valencia mit Valentino Rossi, Marc Marquez und Dani Pedrosa (© Dorna).

Scheiden tut weh. Ach, es gäbe so viele schöne Worte, die man zum Thema Abschied finden könnte. Aber wir wollen jetzt nicht sentimental werden. Höchstens ein bisschen. So ein klitzekleines bisschen.

 

Ja, es war das große Wochenende der Abschiede beim letzten Rennen der MotoGP Saison 2014 in Valencia. Abschiedstränen, Freudentränen, Tränen voll Wut – da war für jeden Geschmack noch mal was dabei. Neben dem großen „Bäumchen Wechsel dich“, also dem großen Stühle rücken durch den Teamwechsel vieler Piloten, gab es ja auch noch einen Titel zu vergeben – doch dazu später mehr.

 

Vor allen Feierlichkeiten mussten schließlich noch ein paar Rennen gefahren werden und da war der letzte Auftritt der MotoGP schon fast ein bisschen zu viel Routine. Titel schon entschieden und auch die Duelle auf der Strecke hielten sich – bis auf die beiden kabbelnden Ducati Piloten Crutchlow und Dovizioso – doch ziemlich in Grenzen. Aber das war ja weiter auch nicht schlimm, denn schließlich hatten die Fans und Zuschauer in dieser Saison schon mehr als genug spektakuläre Umrundungen erlebt. So waren es eher die Dinge am „Rande“ die einem in Erinnerung bleiben.

MotoGP - Jorge Lorenzo vor dem Start 2014 in Valencia.
MotoGP - Jorge Lorenzo vor dem Start 2014 in Valencia (© Movistar Yamaha MotoGP Team).

Marc Marquez zum Beispiel, der beim letzten Auftritt 2014 noch ein paar Rekorde einsammelte. Die meisten Pole Positions in einer Saison, die meisten Rennsiege ebenfalls, gegen den jungen Mann vom Repsol Honda Werksteam war in diesem Jahr (und auch an diesem Wochenende) einfach (fast) kein Kraut gewachsen. Somit war die Konzentration ganz auf das Duell der beiden Movistar Yamaha Piloten Piloten Valentino Rossi und Jorge Lorenzo gerichtet. Wer schnappt sich noch die blecherne Krone des Vizeweltmeisters? Die Spannung hielt nur kurz, denn Lorenzo verzockte sich bei leicht einsetzendem Regen total, fuhr als einziger der Toppiloten in die Box um auf Regenreifen umzusteigen. Doch der gebürtige Mallorquiner merkte schnell: Das war nix. „Ich bin in die Box gefahren um bei dem einsetzenden Regen das Bike zu wechseln. Aber ich habe mit den Regenreifen jede Runde fünf bis sechs Sekunden verloren und so habe ich beschlossen, dass Rennen zu beenden. Dieser Wechsel war ein Fehler. Im nächsten Jahr müssen wir aus allen Fehlern der Saison lernen um dann 2015 stärker und cleverer zu werden“, so Lorenzo nach dem Rennen. Ein merkwürdiges Ende also für Lorenzo, den wohl bei der feuchten Piste wieder die Angst gepackt hatte und der dann voller Frust (scheinbar) keine große Lust verspürte, das Rennen anständig zu Ende zu fahren. Der Titel des Vizeweltmeisters ging somit an Teamkollege Valentino Rossi, der sich mit einer ausgiebigen Champagnerdusche auf dem Podium herzlich bedankte.

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MotoGP - Runde 17 - Malaysia: Wie man in einer Sauna Moped fährt

MotoGP in Sepang - Marc Marquez jubelt der Zuschauermenge vom Podium aus zu.
MotoGP in Sepang - Marc Marquez jubelt der Zuschauermenge vom Podium aus zu (© Dorna).

Gehen Sie gerne in die Sauna? Egal ob Sie es mögen oder nicht, stellen Sie sich bitte folgendes vor. Sie sitzen Mittendrin – in dieser Sauna. Dort steht ein Fahrradergometer auf das Sie sich setzen dürfen und anfangen zu treten. Zusätzlich zu der Wärme im Raum kommt noch ein heißer Luftstrahl, der von beiden Seiten auf Beine und Füße gelenkt wird. Außerdem gibt es zusätzlich noch eine Befeuchtungsanlage, so dass zur Wärme, den Luftströmen und der Bewegung auch noch eine unendlich hohe Luftfeuchtigkeit im Raum entsteht. Jetzt schließen Sie bitte kurz die Augen und stellen sich vor, dass Sie in dieser Atmosphäre etwa 40 Minuten auf dem Fahrrad fahren dürfen. Und, rinnt Ihnen gedanklich schon der Schweiß herab? Haben Sie das Gefühl, Ihnen bleibt die Luft weg? Och jetzt kommen Sie, dass werden Sie wohl schon noch durchhalten. Nicht? Ist Ihnen zu anstrengend? Na gut. Sie müssen es nicht machen, dafür durften ein paar Motorradpiloten in Malaysia eine solche Hitzeschlacht hinter sich bringen. Und Sie wissen jetzt, wie die sich ungefähr gefühlt haben.

 

Sepang 2014. Eine brutale Hitzeschlacht. Jedem der MotoGP Piloten war nach dem Rennen die Anstrengung anzusehen. Literweise Wasser floss über die Köpfe und in die Münder. Eine außerordentliche Belastung für Mensch und Maschine. Nur einer schien von alledem völlig unbeeindruckt: Marc Marquez. Vollkommen entspannt, mit seinem glucksenden Lachen bestückt saß er kurz nach dem Rennen in der Pressekonferenz und erzählte von seinem 12. Sieg in der Saison 2014. Klar, eins, zwei Schweißtropfen perlten auch sein Gesicht herab. Aber wirkte er irgendwie fertig nach dem Rennen? Irgendwie gar nicht. Obwohl: So gar ganz unbeeindruckt schien auch der Spanier nicht zu sein: „Es war eines der körperlich anstrengendsten Rennen des Jahres und ich jetzt freue ich mich, den Rekord von 12 Saisonsiegen von Mick Doohan egalisiert zu haben. Für uns alle war es ein brutales Rennen wegen der Hitze heute“.

MotoGP 2014 in Sepang - Gerangel um die Plätze zwischen Valentino Rossi, Marc Marquez und Jorge Lorenzo.
MotoGP 2014 in Sepang - Gerangel um die Plätze zwischen Valentino Rossi, Marc Marquez und Jorge Lorenzo (©Movistar Yamaha MotoGP Team).

Dabei war dieses Rennen alles andere als ein Selbstläufer für den neuen und alten Weltmeister. Denn den Start hatte Marquez (zum wievielten Mal eigentlich?) völlig verbockt. Doch es dauert nur wenige Kurven, bis sich der Spanier hinter der Konkurrenz von Yamaha einreihte. Er und Valentino Rossi jagten Jorge Lorenzo, der im Getümmel am Start schnell die Spitze übernommen hatte. Alles sah danach aus, dass Lorenzo – wenn er denn die Pace halten kann – dieses Rennen gewinnen sollte. Doch der zu Beginn schnell wachsende Vorsprung schwand auch genauso schnell wieder. Stück für Stück robbte sich Teamkollege Rossi ran, bis er in der zehnten Runde an Lorenzo vorbei zog. Jubel brandete unter den rund 80.000 Besuchern an der Strecke auf – Der Dotore führte, wieder einmal. Rossi in der Form seines Lebens auf dem Weg zum nächsten Sieg. Oder konnte Lorenzo noch einmal zurückschlagen? Es sah nicht danach aus. Denn kurz nachdem Rossi an Lorenzo vorbei gezogen war, ließ auch Marc Marquez den Yamaha Piloten hinter sich. Und damit kam es jetzt zu einem wahrhaft epischen Duell. Lehrer gegen Schüler. Altmeister gegen Jungspund. Erfahrung gegen Unbekümmertheit. Rossi führte vor Marquez. Eine wahrhaft heiße Verfolgungsjagd begann. Das Ende kennen wir mit einem Sieger Marc Marquez. Aber dieser Sieg war wirklich hart erkämpft. Denn als Marquez Rossi bereits eine Runde später im elften Umlauf Runde überholte, konnte er sich entgegen der Erwartungen nicht von ihm absetzen. Vielmehr war es der Italiener, der den Honda Piloten jetzt Runde für Runde jagte. Ganz klar: Eines der engsten Battles in dieser Saison.

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Die Leiden des Stefan B.

Wohin führt der Weg? Stefan Bradl mit skeptischem Blick.
Wohin führt der Weg? Stefan Bradl mit skeptischem Blick. (© LCR Honda)

Sich mit den Leistungen eines MotoGP Fahrers auseinanderzusetzen ist journalistischer Alltag. Journalisten recherchieren, analysieren, beobachten, befragen und schreiben dann ihren Beitrag. Neutral als Nachricht, wertend als Kolumne oder pointiert als Glosse. In der Regel fällt einem das ziemlich leicht. In diesem Fall ist es ein bisschen anders. Warum?

 

MotoGP und Deutschland. Das sind zwei Dinge, die bisher nicht wirklich zueinander gepasst haben – zumindest wenn es um das Thema Fahrer geht. Seit fast drei Jahren gibt es endlich mal wieder einen deutschen Fahrer und somit ist es nachvollziehbar, dass sich Aufmerksamkeit und Begeisterung von Fans und auch Journalisten auf diese eine Person konzentrieren: Stefan Bradl. Der einzige Deutsche in der Königsklasse der um Punkte fährt, dazu ein wirklich sympathischer Typ mit echten Rennfahrergenen. In den ersten 24 Monaten seiner Zeit in der MotoGP war alles gut. Stück für Stück wurde Bradl besser, holte mehr Punkte, gewann Vertrauen. Alles sah danach aus, dass sich diese Entwicklung auch 2014 fortsetzen würde. Noch ein paar Punkte mehr, genauso wie den einen oder anderen Podestplatz. So war es angedacht. Doch jetzt im Herbst 2014 wissen wir: Diese Saison ist mehr als ein Schritt zurück. Man soll solche Worte sparsam benutzen, aber eigentlich ist 2014 sportlich gesehen ein: Desaster.

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Das Dosen-Monopol

Hand aufs Herz. Wie gerne trinken Sie Energy Drinks? Es gehört nicht zu Ihren favorisierten Getränken? Dann dürfte es Ihnen gehen wie mir. Trotzdem steigt der Verkauf der süßen Brausen seit Jahren unaufhaltsam. Was das jetzt mit Sport und Motorradrennsport im Besonderen zu tun hat? Die Frage ist berechtigt. Die Antwort: Sehr viel.

 

Denn schon auf den ersten Blick zeigt sich die Verbundenheit der „Brausehersteller“ mit der Rennserie. Zwei MotoGP Teams tragen Logo und Schrift von Energy Drink Herstellern bereits im Teamnamen, hinzukommen weitere in der Moto3. Fünf der 18 Rennen haben Energy Drink Anbieter im Namen ihrer Veranstaltung stehen. Hinzu kommen noch diverse persönliche Werbeverträge mit Fahrern. Zusammengefasst: Ohne die Energy Drink Hersteller würde die MotoGP in jetziger Form finanziell wohl vor sehr schwierigen Zeiten stehen. Das soll heute aber nicht das Thema sein. Die finanziellen Probleme die durch einseitiges Sponsoring entstehen, hat beispielsweise auch die Formel 1 auch schon hinter sich, als nach und nach durch den Verbot von Tabakwerbung Millionen an Werbegeldern verloren gingen. Ähnliches könnte dem Motorsport – und insbesondere der MotoGP – nun auch drohen. Wer zu diesem Thema mehr wissen möchte, dem lege ich diesen Artikel sehr ans Herz.

Nein vielmehr geht es hier um eine generelle Abhängigkeit der Rennserie auf zwei Rädern. Denn die Energy Drink Hersteller (mit Red Bull an der Spitze) nehmen die MotoGP nicht nur beim Sponsoring, sondern auch in vielen anderen Bereichen Stück für Stück für sich ein. Wird die MotoGP somit zur Red BullGP oder gar MonsterGP? Ganz so abwegig ist der Gedanke nicht, denn ein gutes Beispiel für die immer größere Einflussnahme zeigen die aktuellen Verhandlungen um die TV Übertragungsrechte der Rennserie in Deutschland. Bisher hielt Sport1 die TV Übertragungsrechte an der MotoGP. Schon jetzt ist absehbar, dass es 2015 aller Voraussicht zu einem Rechtewechsel kommen wird. Derzeit am heißesten gehandelt: Servus TV, ein Fernsehkanal aus Österreich der eine 100%ige Tochter von – genau – Red Bull ist. Auch wenn die Verhandlungen zwischen dem MotoGP Rechteinhaber Dorna und Servus TV noch nicht zu einem endgültigen Abschluss gekommen sind: Der Wille, die TV Rechte dorthin zu vergeben, sind ein offenes Geheimnis.

 

Fehlt zu guter Letzt nur noch, dass seitens Red Bull auch eine mediale Begleitung in Form einer Berichterstattung über den Motorsport stattfinden würde. Und voilà, auch dafür ist im Hause gesorgt. Gehört doch das Online Magazin Speedweek (was es bis vor gut zwei Jahren auch als wöchentliches Magazin zu kaufen gab) zu den größten Berichterstattern im deutschsprachigen Raum wenn es um das Thema Motorsport und die MotoGP geht. Dazu gesellt sich noch das monatlich erscheinende Magazin „The Red Bulletin“, das vielen Zeitungen zur kostenlosen Dreingabe beigelegt wird.

 

Was soll das also bedeuten? Die Energy Drink Hersteller – mit Red Bull an der Spitze – treten als Großsponsor in der MotoGP auf. Anschließend berichten sie in ihren Magazinen – Print wie Online – über die Rennserie und demnächst (sofern die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden) auch noch vollumfänglich über ihren hauseigenen Fernsehkanal. Die MotoGP in der Rundumbetreuung der Energy Drink Hersteller von A bis Z. Das ist alles, einzeln betrachtet, an sich überhaupt nicht verwerflich. Hersteller und Verantwortliche sind in ihrer Entscheidung völlig frei, von wem sie ihre Sponsorengelder beziehen oder wem sie beispielsweise die TV Übertragungsrechte anvertrauen wollen.

 

Trotzdem kann und muss man sich die Frage stellen ob diese einseitige Verbindung mit einer einzigen Wirtschaftsbranche so vorteilhaft ist. Wie viel Einfluss kann und wird ein Unternehmen mit diesen Möglichkeiten auf eine solche Rennserie zukünftig nehmen? Werden vielleicht bestimmte Teams auf der Strecke bleiben? Werden möglicherweise bestimmte Fahrer bevorzugt? Entscheidet vielleicht bald ein Getränkehersteller über eine Fahrerbesetzung mit und nicht mehr ein Motorradhersteller alleine? Das alles ist rein spekulativ und bisher (zumindest für mich nach außen hin nicht erkennbar) kein Thema. Und was wäre – und da wären wir jetzt wieder am Anfang des Artikels – wenn durch ein Werbeverbot von Energy Drinks, die Hersteller sich aus dem Sportsponsoring plötzlich zurückziehen würden? Kein Geld mehr? Keine Übertragung? Niemand, der mehr eine Berichterstattung finanzieren kann? Das ist alles Zukunftsmusik und – wie gesagt – derzeit völlig spekulativ. Doch will ich damit aufzeigen: Die MotoGP sollte sich dringend überlegen, ob sie sich finanziell und in weiteren Bereichen von einer einzigen Wirtschaftsbranche so abhängig macht und machen will. Dabei ist übrigens ganz egal ob es sich um Tabakfirmen, in diesem Fall Energy Drink Hersteller oder eine andere Branche handelt.  Wäre es nicht sinnvoller die Rennserie für die Zukunft deutlich breiter und  vielfältiger aufzustellen? Oder ist das nicht möglich, weil sich schlicht keine weiteren Interessenten für die Rennserie begeistern lassen? Das Dosen-Monopol in der MotoGP wird Stück für Stück zur Realität.


Markus Kahl

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