Das Foto der Woche

MotoGP - Interviewtermin mit Stefan Bradl 2014 in Assen.
MotoGP - Interviewtermin mit Stefan Bradl 2014 in Assen.

Letzte Runde im Jahr 2014. Seit Sommer dieses Jahres haben wir Euch jede Woche zuverlässig mit dem „Foto der Woche“ beglückt. Ich sage wir, weil ich einen ganz besonderen Dank an unseren Fotografenpartner Ronny Lekl weiterreichen will. Ronny versorgt und mit tollen, teils wirklich spektakulären Bildern von den Rennstrecken dieser Welt. Zusammen mit ihm haben wir hier eine kleine und wie ich finde, sehr feine Rubrik entstehen und wachsen lassen. Danke Ronny für Deine Fotos. Du hast wirklich ein tolles Auge. Wer mehr von ihm sehen möchte, klickt einfach auf seine Webseite www.gp-photo.de Dort habt Ihr auch die Möglichkeit, Bilder von ihm in unterschiedlicher Art und Weise zu erwerben.

 

Doch nun zurück zu unserer Rubrik. Los ging alles mit den spektakulären Bildern von Stefan Bradl am Sachsenring. Für Bradl war es allerdings wohl eines der schlimmsten Rennen in diesem Jahr. Darüber haben wir an anderer Stelle schon genug geschrieben. Was also mit Stefan Bradl in dieser Rubrik begonnen hat, darf in diesem Fall auch mit ihm enden – zumindest in 2014. Ich habe in dieser Woche ein ganz persönliches Foto ausgewählt, weil es ganz einfach mein persönliches Foto des Jahres ist. Seit 2014 berichte ich mit MotoSports24 über die genialste Rennserie der Welt: Die MotoGP. Wir wachsen langsam, aber stetig. Immer wieder finden wieder neue Menschen und Anhänger der Rennserie den Weg zu uns. Wir wollen jenseits der „normalen“ News ganz nah dran sein an der MotoGP. Dazu gehören dann auch Besuche direkt im Paddock, am besten natürlich bei den Fahrern.

 

Mein erster Besuch führte mich nach Assen, wo ich gleich Gelegenheit hatte, mit Stefan Bradl ein Interview zu führen. Daher ist diese Begegnung mein Highlight des Jahres. 2015 soll und wird es weitergehen. Viele neue Ideen sind schon in der Pipeline. Aber wir können immer nur besser werden, wenn möglichst viele von Euch mitmachen. Von daher: Wenn Euch die MotoGP am Herzen liegt und Euch diese Seiten ein bisschen gefallen, sagt es bitte weiter. Wir brauchen Besucher und Freunde, die uns die Gelegenheit geben, für Euch zu wachsen. Mehr Besucher und „Follower“ bedeuten, dass wir zu mehr Rennen für Euch direkt gehen können und das zeigen, was Euch interessiert. Von daher: Wenn Ihr Anregungen oder Wünsche habt, schreibt uns einfach. Wir freuen uns auf einen regen Austausch auch im neuen Jahr.

 

Wir gehen jetzt in eine kleine Weihnachts- und Neujahrspause und sind dann Anfang 2015 wieder mit neuen Bildern und Geschichten für Euch da.

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Moto2 - Tom Lüthi 2014 in Misano
Moto2 - Tom Lüthi 2014 in Misano (© www.gp-photo.de)

Wie kann das eigentlich sein, dass nach der punktemäßig erfolgreichsten Saison aller Zeiten trotzdem das Gefühl der Enttäuschung überwiegt? Klingt unglaublich, ist aber so. Und zwar bei Tom Lüthi. 194 Punkte stehen am Saisonende auf dem Konto. Vierter Rang im Fahrerklassement. Klingt alles gut, ist aber für die Ansprüche von Lüthi eigentlich zu wenig. Nach fünf absolvierten Runden in der Moto2 hat der Schweizer den Anspruch, konstant um Titel mitzufahren. Doch auch 2014 ist ihm das über weite Strecken nicht gelungen. Immer wieder solide Platzierungen um die Plätze vier bis sechs, doch dann eben auch Ausfälle wie in Italien oder Indianapolis. Erst zum Ende der Saison wurde aus dem zurückhaltenden Tom der siegende Lüthi. Drei Podestplätze in den vier letzten Rennen, zwei davon sogar ganz oben auf dem Podium. Diese Ergebnisse zeigen: Lüthi kann es, hat das Potential. Doch eben nicht konstant. Dabei wäre er endlich einmal dran. Denn der letzte Titel liegt schon sehr lange zurück. 2005 holte er auf der 125er Honda seinen bisher einzigen WM-Pokal. Seitdem wartet der Schweizer vergebens. Vielleicht lag es 2014 auch ein ganzes Stück an seiner Maschine. Die Suter gilt unter Experten immer noch als schwächer als die Kalex in der Moto2. Jetzt wechselt Lüthi 2015 noch einmal die Pferde. Der Rennstall wird ein bisschen neu – zumindest der Name. Die Gesichter um ihn herum bleiben dagegen ziemlich identisch. Neu wird auch das Bike, denn auch Lüthi wechselt auf eine eben erwähnte Kalex. Der ernste Blick, der von Fotograf Ronny Lekl in Misano eingefangen wurde, gehört damit 2015 vielleicht der Vergangenheit an. Zu gönnen wäre es dem sympathischen Schweizer alle mal.

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MotoGP - Alvaro Bautista am Sachsenring 2014
MotoGP - Alvaro Bautista am Sachsenring 2014 (© www.gp-photo.de)

Der Mann, der vor seinem eigenen Schatten flieht. Oder flieht der Schatten sogar von ihm? Die Frage bleibt unbeantwortet. Allerdings lässt sich durch das von Fotograf Ronny Lekl festgehaltene Bild zusammenfassen: Diese Saison ist Alvaro Bautista ganz schön in Schräglage gekommen. Eine Saison zum davonfahren, nicht wirklich viel lief für den mittlerweile 30jährigen Spanier 2014 zusammen.

 

2012 und 2013 sind bisher die besten Jahre in der MotoGP für Bautista. Mit 178 bzw. 171 Punkten belegt er in der Gesamtwertung die Plätze fünf und sechs. Mit ähnlichem Material unterwegs wie Stefan Bradl, kämpft der Spanier um die Krone des besten Factory Bike Fahrers. 2014 soll es ähnlich weiter gehen. Doch aus unerklärlichen Gründen gibt es den totalen Einbruch. Sieben Ausfälle hat er zu verzeichnen und mit nur 89 WM-Punkten die mit Abstand schlechteste Bilanz, seit er auf einer Honda in der MotoGP unterwegs ist. Immerhin einmal rollt er (in Frankreich) als Dritter aufs Podium – das war es dann aber auch schon mit den Highlights in diesem Jahr.

 

2015 soll jetzt vieles bergauf gehen. Nach den finanziellen Schwierigkeiten beim bisherigen Team wechselt er das Pferd, pardon, die Maschine. Alles neu, wie man meinen könnte und doch ist alles (fast) beim alten. Gresini wird zu Aprilia, statt japanisch wird es nun italienisch. Aber ob es damit auch wirklich besser wird? Leichte Zweifel sind angebracht, kehrt doch Aprilia (genauso wie Suzuki) nach vielen Jahren der Abstinenz jetzt erst wieder zurück in den MotoGP Rennzirkus. Ob das weniger schräg für Alvaro Bautista wird bleibt abzuwarten, denn ihn erwartet mit Sicherheit viel Entwicklungsarbeit. Dabei wünschen wir schon jetzt viel Erfolg.

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MotoGP - Cal Crutchlow 2014 in Jerez
MotoGP - Cal Crutchlow 2014 in Jerez (© www.gp-photo.de)

Wir haben noch einen weiteren Titel in der Saison 2014 zu vergeben. Nachdem in der letzten Woche Mister zuverlässig gekürt wurde, dürfen wir diesmal die rote Laterne an Mr. Crash persönlich vergeben. Mr. Crash? Rote Laterne? Ja, passt in diesem Fall irgendwie alles zusammen. Denn sein Gefährt ist auch in einem wunderbaren rot lackiert. Die Rede ist von der Ducati und ihrem Fahrer Cal Crutchlow. Richtig glücklich geworden ist er auf der roten Göttin auf zwei Rädern 2014 mit Sicherheit nicht. Aber kann man es dem guten Cal irgendwie verdenken? Nicht bei dieser Bilanz: 17 Starts in der Saison, dabei acht Ausfälle. Ein Mix aus Defekten und selbstverschuldeten Crashs waren die Gründe. Dazu kam noch eine Handverletzung in Austin, so dass die Teilnahme am Rennen in Argentinien gar nicht möglich war. Mit der Ducati war es wie in einem schlechten Liebesfilm. Erst am Ende, wo es schon zu spät war hatte man den Eindruck, dass jetzt sogar mehr als ein pures Miteinander möglich gewesen wäre. Stichwort Aragon.

So ist es kein Wunder, dass Fotograf Ronny Lekl einen etwas mürrisch dreinblickenden Cal in Jerez eingefangen hat. Aber vielleicht hellt sich seine Mine ja schon sehr bald wieder auf. Denn ab kommender Saison fährt Crutchlow wieder auf einer neuen Maschine um WM-Punkte. Nach den erfolgreichen Jahren bei Tech3 hat er nun beim Honda Satelliten Team LCR unterschrieben, bei denen er wieder bessere Zeiten erleben will. Wie auch immer es ausgehen wird, wir wünschen schon jetzt viel Erfolg. Damit aus dem Bruchpiloten und dem Grumpy Cal von 2014 wieder ein Fahrer wird, der die Werkspiloten bei vielen Rennen ärgern und die Fans mit seinem teils schrägen Humor unterhalten kann.

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MotoGP - Hiroshi Aoyama am Sachsenring 2014
MotoGP - Hiroshi Aoyama am Sachsenring 2014 (© www.gp-photo.de)

Wer ist der beste MotoGP Fahrer der Saison 2014? Bitte? Was soll die Frage jetzt? Doch, doch. Ist ernst gemeint. Wer ist der beste Fahrer der MotoGP Saison 2014? Ich kann eines sagen: Marc Marquez ist es nicht. Bevor uns jetzt alle für verrückt erklären, die Frage lautete nicht, wer die meisten Punkte in der Saison 2014 eingefahren hat. Von daher können wir unserem Mann beim Foto der Woche zu seinem Titel „Bester Fahrer der Saison“ nur herzlich gratulieren: Hiroshi Aoyama.

Und jetzt gibt es auch die Aufklärung. Bester Fahrer? Vielleicht das falsche Wort. Besser wäre, der zuverlässigste Fahrer. Denn diese Auszeichnung gebührt Aoyama ganz alleine. Er macht seinem Namen aus dem Land der vielen zuverlässigen Automobilhersteller alle Ehre. Von der ersten bis zur letzten Minute hat Aoyama als einziger Fahrer in der Saison auf seiner Maschine gesessen und so keine einzige Sekunde eines Rennens verpasst. Kein Ausfall, kein Unfall, kein technischer Defekt. Das ist außer ihm keinem anderen Fahrer in diesem Jahr gelungen. Wir meinen: Das muss man erst mal schaffen.

Seit seinem Einstig in die MotoGP 2010 hat er 2014 die zweiterfolgreichste Saison absolviert. Mit 68 Punkten wurde er 14er im Gesamtklassement als Teamkollege von Nicky Hayden im DriveM7 Aspar Team. Diese Zuverlässigkeit – ohne je um absolute Spitzenpositionen mitfahren zu können – scheint auch den Granden der Honda Racing Corporation aufgefallen zu sein. Statt Kampf um Punkte heißt es für Aoyama ab sofort: Kampf mit neuen Teilen und Kampf um Sekunden. Denn der Japaner ist nun Testfahrer für HRC und soll die Maschinen für Marquez und Co. weiterentwickeln. Wir wünschen Hiroshi Aoyama dafür schon jetzt viel Erfolg und ebenso, auch mal wieder auf der Strecke um Punkte kämpfen zu können.

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Moto3 - Alex Marquez in Valencia 2014
Moto3 - Alex Marquez in Valencia 2014 (© www.gp-photo.de)

Einer der bekanntesten Cowboys: Lucky Luke. Jeder der ihn kennt weiß, er schießt schneller als sein Schatten.

Einer der (bald) bekanntesten Motorradrennfahrer: Alex Marquez. Fährt er auch schneller als sein Schatten? Die Frage bleibt unbeantwortet, auch wenn die Parallelen zwischen ihm mit dem Spitznamen „El Pistolero“ (zu Deutsch der Pistolenschütze) und Lucky Luke unverkennbar sind. Ach doch, einen Unterschied gibt es: Marquez ist mit ein paar Pferdestärken mehr unterwegs. Und ob seine Maschine den Namen Jolly Jumper trägt – so wie das Pferd unseres Cowboys – wissen wir nicht. Was wir allerdings ganz genau wissen: Dass Alex Marquez seit letztem Sonntag den Titel „Weltmeister“ auf seiner Visitenkarte stehen hat.

Was für ein Finale, im wahrsten Sinne des Wortes, war das in diesem letzten Moto3 Rennen der Saison 2014 in Valencia. Elf Punkte Vorsprung in der WM Führung klangen für Marquez komfortabel. Doch wie schnell so ein Punktepolster wegschmelzen kann war in diesem Rennen mehr als einmal zu sehen. Denn sein ärgster Rivale Jack Miller wusste, was auf dem Spiel steht. Entsprechend aggressiv ging er ins Rennen mit dem festen Willen, diese auf jeden Fall gewinnen zu wollen. Für Alex Marquez war die Konstellation in diesem Fall klar: Mindestens ein dritter Platz muss es sein um den Titel zu gewinnen. Genau den holte der jüngere Bruder von MotoGP Weltmeister Marc Marquez dann auch und so konnte er mit Familie und Team den Bruderdoppeltitel feiern. Nie zuvor hatte sich ein dritter Platz in einem Rennen so sehr nach einem Gewinn angefühlt wie in diesem Rennen. Die ganze Freude dieses Moments, die ganze Freude über eine erfolgreiche Saison hat Fotograf Ronny Lekl in diesem Foto eingefangen. Alex Marquez überglücklich über seinen ersten Weltmeisterschaftstitel. Wir gratulieren mit. Alles Gute Alex Marquez.

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Moto3 - Luca Grünwald 2014 in Assen
Moto3 - Luca Grünwald 2014 in Assen (© www.gp-photo.de)

Wer sein Moped liebt, der schiebt. Dieses Motto gilt in diesem Moment auch für einen deutschen Fahrer: Luca Grünwald. Die erste volle Saison in der Moto3 Weltmeisterschaft sollte der Durchbruch in der Karriere von Grünwald werden. Doch schon jetzt weiß man: Nach einem Jahr Moto3 ist (aller Wahrscheinlichkeit nach) auch schon wieder Schluss. Voller Hoffnungen war Grünwald in diese Saison gestartet. Beim deutschen Kiefer Racing Team wollte er sich Stück für Stück entwickeln um sich dann in der WM etablieren und empfehlen zu können. Eine Runde vor Saisonende steht jedoch leider fest: Seine Ziele sind unerfüllt geblieben. Keine Punkte, oft unglückliche Trainingsverläufe, Pech in den Rennen. Viel lief nicht zusammen. Und so fast dieses Foto von Fotograf Ronny Lekl so ein bisschen die Saison zusammen. Entstanden ist es in Assen, als Grünwald in der letzten Kurve auf einem Punkteplatz war und eben in dieser letzten Kurve in einem Pulk an Fahrern in einen Crash gerät. Punkte weg, Ärger groß, Grünwald schiebt sein Bike zu Fuß über die Ziellinie. In ein paar Tagen feiert Grünwald seinen 20. Geburtstag. Auch wenn dieses Saison alles andere als nach Wunsch verlaufen ist: Wir sagen Kopf hoch, Luca. Wir sind uns sicher, dass wir uns in der WM wiedersehen werden.

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Moto2 - Marcel Schrötter 2014 in Assen
Moto2 - Marcel Schrötter 2014 in Assen (© www.gp-photo.de)

Der vierte und (vorerst) letzte Teil unserer black & white Serie im Oktober.

Er zählt eher zu den Stillen im Fahrerlager und scheint auch ein wenig im Schatten anderer deutscher Fahrer zu stehen. Jedenfalls wird sein Name eher am Ende genannt, wenn über die deutschen Jungs in der Presse gesprochen. Wir meinen: Zu unrecht. Denn Marcel Schrötter fährt gerade die Saison seines Lebens. Der skeptische Blick, den Fotograf Ronny Lekl in diesem Moment eingefangen hat, ist also ganz und gar nicht angebracht.

Vielmehr kann sich Schrötter freuen, schon heute zu wissen wie es für ihn 2015 weitergeht. Er bleibt seinem Team Tech 3 treu und wird eine weitere Saison in der Moto2 bestreiten. Das Team ist zufrieden, der Fahrer auch – warum also dann nicht gemeinsam sich weiter nach vorne arbeiten. Das ist genau das richtige Stichwort, denn Schrötter hat in dieser (bald abgelaufenen) Saison wirklich viel dafür getan um immer weiter nach vorne zu kommen. Konstant fährt er in der gesamten Zeit 2014 immer um Platz 10, wobei die Tendenz in letzter Zeit dabei immer weiter nach oben ging. Erfolg der Arbeit: Ein siebter Rang in Australien als bestes Rennresultat 2014. Die Platzierungen in den Top 10 sind dauerhaft das Ziel, doch um noch bessere Ergebnisse zu erzielen muss Schrötter noch an zwei Dingen arbeiten: Besseren Qualiplatzierungen und dem Start in die Rennen. Dann kann bei der derzeitigen Konstanz das nächste Jahr ein echtes Erfolgsjahr werden. Als zweitbester deutscher in der Moto2 wird er die Saison aller Voraussicht nach beenden, eine Platzierung im Gesamtklassement unter den Top 10 ist in greifbarer Nähe. Wenn es mit Marcel Schrötter so weitergeht wird es mit Sicherheit nicht so ruhig um ihn bleiben. Denn Erfolg zieht Aufmerksamkeit nach sich. Und die hätte sich der Bayer auch verdient.

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MotoGP - Pol Espargaro 2014 in Jerez
MotoGP - Pol Espargaro 2014 in Jerez (© www.gp-photo.de)

Teil Drei unserer black & white Serie im Oktober.

Lustige Vögel, pardon, Fahrer gibt es ja viele in der MotoGP. Valentino Rossi zum Beispiel; immer für einen Spaß zu haben. Auch Marc Marquez lacht gerne und viel. Aber einen, nein gleich zwei, die kann man getrost als gute Laune Versicherung im Fahrerlager bezeichnen: Die Brüder Espargaro. Der jüngere der beiden ist unser Mann der Woche im Foto der Woche. Pol Espargaro, Moto2 Weltmeister 2013. Der Mann, der 2012 gegen einen gewissen Marc Marquez einen ultraharten Kampf lieferte und am Ende den Vizetitel in der Moto2 holte. Damit war der Weg für Pol vorprogrammiert. Nach dem WM-Titel 2013 der Aufstieg in die MotoGP. Und auch hier setzt der Spanier schon gleich das eine oder andere Ausrufezeichen. In Frankreich schrammt er knapp am Podium auf Platz vier vorbei, weitere fünfte und sechste Plätze folgen. Nicht umsonst hat er schon jetzt den Titel „Rookie of the year“ praktisch in der Tasche. Ein wirkliches Talent, das in seiner ersten MotoGP schon richtig auftrumpft. Teamkollege Bradley Smith hält er bis jetzt von den Punkten noch hinter sich, nur an seinem Bruder Aleix kommt er (noch) nicht vorbei. Er liegt einen Punkt vor ihm in der WM Wertung. Fotograf Ronny Lekl hat Pol’s Premierensaison in der Königsklasse auf diesem Foto perfekt zusammengefasst: Denn wir sehen: Er bekommt die Kurve in der MotoGP.

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MotoGP - Marc Marquez 2014 in Brünn
MotoGP - Marc Marquez 2014 in Brünn (© www.gp-photo.de)

Der zweite Teil unserer black & white Serie im Oktober. Manche nennen ihn den Mann ohne Nerven. Ein anderer Ausdruck ist phänomenal. Wiederum andere meinen, er wäre nicht von diesem Stern. Und zu guter Letzt gibt es für ihn auch noch die durchaus liebevolle Bezeichnung „Baby Alien“. Ja, wenn man Marc Marquez abseits der Strecke erlebt wird man von seinem „Babyface“ vermutlich ein bisschen getäuscht. Denn unter dem Helm und auf der Strecke wird er zum „Killer“, da ist Schluss mit freundlich. Doch Marquez steht auch für eine kindliche Freude, an einem Spaß, den man bei keinem anderen Fahrer in dieser Form erlebt. Wer ihn einmal hat lachen hören weiß, was gemeint ist. Dieses glucksen, dieser Schalk im Nacken ist dass, was Fotograf Ronny Lekl in diesem Bild wunderbar eingefangen hat. Marc Marquez in Brünn. Der Mann ohne Nerven. Ohne Nerven? Das Marquez doch so etwas wie Nervosität verspürt, war tatsächlich zum ersten Mal wirklich am letzten Wochenende in Motegi zu spüren. Da hat er nach seinem Rennen zugegeben, dass er darauf bedacht war, bloß keinen Fehler zu machen und einfach nur vor Valentino Rossi ins Ziel zu kommen. Einfach nichts vergeigen und die Angespanntheit auf der Strecke vergessen. Marquez ist also doch nicht von einem anderen Stern, sondern auch nur ein Mensch mit vielen sympathischen Eigenschaften, der Spaß an seinem Job hat. Das spürt man jede Sekunde. Ein Fahrer, mit dem die Fans (hoffentlich) nicht nur sportlich sondern auch menschlich noch viel Freude haben werden. Der jüngste Weltmeister aller Zeiten 2013, der jüngste Doppelweltmeister aller Zeiten 2014: Marc Marquez.

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MotoGP - Dani Pedrosa 2014 am Sachsenring
MotoGP - Dani Pedrosa 2014 am Sachsenring (© www.gp-photo.de)

Die Tage werden kürzer, Blätter fallen von den Bäumen, der Herbst ist gekommen. Pünktlich zum Start in den Oktober nimmt auch MotoSports24 die Farbe aus seinen Fotos. Wir läuten den black & white Monat ein. Denn: Aufnahmen in schwarz/weiß sind oftmals ganz anders, ausdrucksstärker, mit einer anderen Botschaft versetzt. Los geht’s mit:

 

Dani Pedrosa. Dem kleinen Mann mit den großen Fähigkeiten im Team von Repsol Honda. Dem Herrn Vizekusen – um einmal in der Sprache des Fußballs zu bleiben. Dem ewigen zweiten, dem Fahrer, der beim Honda Werksteam immer im Schatten eines großen Stars steht. Seit zwei Jahren sitzt ihm das Wunderkind Marc Marquez vor der Nase, davor war es mehrere Jahre Casey Stoner. Dani Pedrosa – der Treue. In seiner ganzen Karriere fährt er immer nur für Honda. Seit 2006 im Repsol Honda Team in der MotoGP. Immer wieder ist er dran, kurz vor dem Ziel Weltmeister zu werden. Doch bisher ist es ihm nicht geglückt. Stop! Werden manche jetzt rufen und sie haben recht. In der 250er Klasse (heute Moto2) gelingen ihm zwei Titel, in der 125er Klasse ebenfalls einer. Titellos ist Pedrosa somit nicht. Doch der letzte Schritt ist ihm bei Honda in der MotoGp bis heute nicht gelungen.

Das Foto der Woche hat Ronny Lekl für uns am Sachsenring eingefangen. Pedrosa, wie ihn viele kennen und erleben. Ruhig, zurückhaltend und vielleicht manchmal eine Spur zu nachdenklich. Trotzdem ein Fahrer, der von vielen Gefährten und Mitstreitern als sehr angenehm und umgänglich beschrieben wird. Und einer, den man immer auf der Rechnung haben sollte. Denn der nur 1,60m große Spanier liefert und punktet zuverlässig. Solche Leistungen gehen manchmal etwas unter. Und genau deshalb sollte man eines bei Dani Pedrosa nicht tun: Ihn unterschätzen.

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MotoGP - Andrea Dovizioso in Mugello 2014
MotoGP - Andrea Dovizioso in Mugello 2014 (© www.gp-photo.de)

Ein Mythos im Motorsport ist scheinbar immer rot. Was auf vier Rädern Ferrari heißt, trägt auf zwei Rädern den Namen Ducati. So klangvoll der Name bei vielen Fans sein dürfte, im Fahrerlager wird die Liebe für die roten deutlich zurückhaltender ausfallen. Was konnte man in den letzten Jahren nicht alles über die Desmosedici lesen. Zicke, unfahrbar, nicht zu bändigen. Prominente Namen wie Nicky Hayden oder auch Valentino Rossi scheiterten auf der Maschine und konnten sie nicht in ihrem Sinne entwickeln. Einzig und alleine Casey Stoner gelang es in der jüngeren Vergangenheit (2007) mit einem WM-Titel das Bike zu bändigen. Durch tiefe Täler musste Ducati gehen. Doch jetzt, im Jahre 2014, scheint sich das Blatt zu wenden. Luigi Dall’Igna wurde als Teamchef verpflichtet und seitdem geht es Stück für Stück bergauf. Bei den letzten fünf Rennen stand immer eine Ducati (Werks- oder Kundenteam) unter den ersten drei in der Startaufstellung. Besonders auffällig dabei: Andrea Dovizioso. Der Italiener, der seit 2013 für Ducati fährt, gewinnt immer mehr an Selbstvertrauen. So ist seine gute Saison 2014 zu erklären. Schon heute hat er mehr Punkte eingefahren als in der gesamten letzten Saison. Für Doviszioso also mehr als genug ein Grund, sich darüber zu freuen. Den Spaß an der Freude fängt in diesem Moment Fotograf Ronny Lekl ein. Doviziosos auf der roten Göttin beim Heimrennen in Mugello – wirklich ein Grund für einen Wheelie.

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MotoGP - Jorge Lorenzo 2014 in Missano
MotoGP - Jorge Lorenzo 2014 in Missano (© www.gp-photo.de)

Welche Perspektive mögen Rennsportler am liebsten? Genau. Wenn vor einem kein weiterer Fahrer unterwegs ist und die Kollegen auf der Piste nur noch das Heck von einem selbst sehen. So geht es auch Jorge Lorenzo in seinem Rennen beim Großen Preis von San Marino in Misano. Vom Start weg führt es das Rennen an und versucht, dem Feld zu enteilen. Das gelingt zunächst auch prächtig, wie man schön bei unserem Foto der Woche sehen kann. Lorenzo, der in dieser Kurve versucht, die Ideallinie perfekter als perfekt hinzuzaubern. Fotograf Ronny Lekl gelingt in diesem Moment der perfekte Shot. Lorenzo auf den Curbs, eine Fahrweise, die man an diesem Wochenende von anderen Fahrern so nicht gesehen hat. Doch was bringt dem Yamaha Piloten diese perfekte Kurvenfahrt? Wie wir hinterher wissen: Nichts. Denn nach drei Runden ist bereits Schluss mit der Führung im Rennen, als ihn sein Teamkollege Valentino Rossi überholt. Jorge Lorenzo gibt – nicht nur in diesem Augenblick – alles, doch es will bei diesem, wie bei den Rennen zuvor, einfach nicht gelingen. Ein Sieg bleibt dem Fahrer mit der Startnummer 99 im Jahre 2014 verwehrt. Die schlechteste Bilanz, die Lorenzo bis jetzt in seiner MotoGP Karriere vorzuweisen hat. Seit seinem Einstig in der Königsklasse 2008 hat der gebürtige Mallorquiner wenigstens ein Rennen pro Saison gewonnen. 2014: Noch kein einziges. Fünf Chancen hat er noch um aus dieser (für ihn) schlechten Saison, eine wenigstens halbwechs erträgliche zu machen. Ob es Jorge Lorenzo noch gelingen wird?

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MotoGP - Valentino Rossi in Misano 2014.
MotoGP - Valentino Rossi in Misano 2014 (©www.gp-photo.de).

Es gibt diesen einen Moment von Fußball Bundestrainer Joachim Löw in einer Pressekonferenz vor der Weltmeisterschaft im Sommer 2014. In wenigen Sätzen umschreibt er die Konzentration und Vorbereitung auf das Turnier. Vor allem ein Wort bleibt davon hängen: Wahnsinnig. Es bleibt wahnsinnig gut im Gedächtnis, weil er wahnsinnig einfach wahnsinnig gut betont. Und was hat das jetzt alles bitte mit MotoGP und vor allem mit dem Bild der Woche zu tun? Ganz einfach: Dieser Moment war für alle Motorradsportfans einfach wahnsinnig. Wahnsinnig – von den Gefühlen. Wahnsinnig – intensiv. Wahnsinnig – das erlebt zu haben. Einfach der Wahnsinn. Und das nur wegen eines Mannes: Vale. Valentino Rossi. Den Fahrer mit der Nummer 46. Der Fahrer, den sicher manche als den Motorradgott auf zwei Rädern bezeichnen würden. Einer, der die Massen bewegt wie kein zweiter. Einer, der im stolzen Rennfahreralter von 35 Jahren noch ein Rennen gewinnt. Einer, dem dieser Erfolg ausgerechnet nur wenige Kilometer von seinem zu Hause gelingt. Es sind genau diese Momente die in die Geschichte eingehen. Vale gewinnt den Grand Prix von San Marino in Misano. So viel Fahnenmeer war zu sehen. So viele jubelnde Fans. So viel gelb. So viel Vale. Doch in diesem Moment ist Valentino Rossi einfach für ein paar Sekunden nur bei sich, dem Pokal und diesem Triumph. Danke an Fotograf Ronny Lekl, der es wieder einmal meisterlich versteht, zur genau richtigen Zeit auf den Auslöser zu drücken.

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MotoGP - Valentino Rossi 2008 in Brünn.
MotoGP - Valentino Rossi 2008 in Brünn (©www.gp-photo.de).

Die Rekorde? Es ist einfacher aufzuzählen, welche er nicht hält. Und jetzt kommt noch ein neuer dazu. Was wäre die MotoGP ohne „The Doctor“? Eines ganz sicher: Ohne das größte Zugpferd des Motorradzirkus um einiges ärmer. Noch immer strömen die Massen nur wegen ihm an die Strecken um mit gelbem Stoff (in jeglicher Art) mit der Nummer 46 drauf ihrem Idol zu huldigen. Die Rede ist von Valentino Rossi. Viel kann man über ihn nicht mehr sagen, weil schon fast alles gesagt worden ist. Alle sind froh, dass er noch da ist und weiterhin das tut, was er am besten kann: Die Menschen verzaubern und ganz einfach: Moped fahren. Und trotz seiner langen Karriere mit insgesamt neun Weltmeistertiteln hat man nicht den Eindruck, dass ihm der Spaß am Rennfahren abhandengekommen wäre. Nein, Rossi ist wie ein guter Wein. Je älter, desto besser. Na ja, vielleicht nicht mehr ganz. Aber er mischt im Konzert der großen weiter kräftig mit und hat dadurch tatsächlich den nächsten Rekord eingefahren: Er ist ab sofort der alleinige Rekordhalter als Fahrer mit den meisten Starts in der MotoGP, hat den bisherigen Rekordhalter Alex Barros (Italien) mit 246 Starts eingeholt. Für Rossi ist im Gegensatz zu seinem Landsmann Barros aber noch lange nicht Schluss. Den seinen Vertrag mit Yamaha hat er jüngst erst bis 2016 verlängert. Dem „Doctor“ selbst gefällt dieser Rekord im Übrigen gar nicht, denn daran merke er, „wie alt er schon sei“. Nun ja, wir können es verschmerzen und holen eine Flasche Schampus aus dem Kühlschrank um mit „Vale“ anzustoßen. Fotograf Ronny Lekl hat den feiernden Valentino Rossi bei einer wilden Schampussause in Brünn 2008 abgelichtet. Auf das Rossi und seine Fans noch viele weitere Rekorde und Podien mit ihm zusammen feiern können.

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Scott Redding in Donington 2008.
Scott Redding in Donington 2008 (©www.gp-photo.de)

In den britischen Medien hat er längst seinen Spitznamen weg: Der David Beckham auf zwei Rädern. Sind wir ehrlich, es gibt schlimmere Vergleiche. Aber kann Scott Redding tatsächlich zu einer ähnlichen Ikone im Motorradsport werden so wie es Beckham im Fußball geschafft hat? Derzeit sieht es (noch) nicht danach aus. Aber die Karriere des Scott Redding ist ja auch noch jung in der MotoGP. Eigentlich wäre der Rennfahrer aus Glocester gerne als Moto2 Weltmeister in seine Debütsaison in der MotoGP eingestiegen. Doch eine Verletzung kurz vor dem Saisonende 2013 machte diesen Traum jäh zunichte. Allerdings war der Aufstieg von Redding (fast) zwingend, denn mit einer Körpergröße von 1,85 m schleppt er von Natur aus schon einen kleinen Nachtteil mit sich herum, der vor allem in den kleineren Klassen wie der Moto2 und noch mehr in der Moto3 zum Tragen kommt. Sein Einstieg beim Go & Fun Gresini Racing Team in dieser Saison: Vielversprechend. Von Rennen zu Rennen geht es bergauf, Ergebnisse um Platz zehn sind mittlerweile fast Standard. Das ist mehr als respektvoll, denn Redding ist damit – die Ducatis einmal außen vor gelassen – der zweibeste Open Fahrer der MotoGP. In Silverstone war er jetzt der beste Brite im Feld, muss sich insgesamt aber noch (wenn auch ziemlich knapp) hinter Bradley Smith einreihen.

Doch wie sieht die Zukunft von Redding aus? Das Potential für mehr ist erkennbar da. Schließlich hat er sich – weil gleichaltrig – schon in den kleineren Klassen oft mit Marc Marquez duelliert. Redding ging oft als Sieger hervor. Doch jetzt fehlt, klagte Redding zuletzt in der britischen Presse, einfach das Material für noch bessere Platzierungen. Hinzu kommt die finanzielle Unsicherheit seines derzeitigen Arbeitgebers. Gresini wird es 2015 vielleicht nicht mehr geben und so muss Redding sehen, wo er seine Zelte 2015 aufschlagen kann. Sein Ziel ist ein Factory Bike. Und dann stehen die Chancen vielleicht schon wieder etwas besser, doch noch zum großen Star des britischen Motorradrennsports aufzusteigen.

Auf unserem Foto der Woche hat Fotograf Ronny Lekl einen ganz besonderen Moment in Scott Redding‘s Karriere festgehalten. 2008 siegte er in der 125ccm Klasse in Donington und wurde damit im Alter von 15 Jahren jüngster Sieger aller Zeiten. Ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Mal sehen, wann Redding den nächsten folgen lässt.

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Moto2 - Sandro Cortese 2014 in Brünn.
Moto2 - Sandro Cortese 2014 in Brünn (©www.gp-photo.de).

641 Tage können eine verdammt lange Zeit sein. 641 Tage Warten können zur Tortur werden. Nach 641 Tagen werden viele ungeduldig. 641 Tage sind im Sport eine noch längere Zeit als im „normalen“ Leben. 641 Tage Leidenszeit waren es auch für Sandro Cortese. 641 Tage, in denen in seiner Rennfahrerkarriere kein so sehr ersehnter Weg auf das Podium möglich war. 2012 beim letzten Rennen in Valencia besteigt Cortese als Zweiter das Podest – da ist er schon längst Moto3 Weltmeister. Was folgt ist der Aufstieg eine Klasse höher in die Moto2. Das erste Jahr 2013 erwartet niemand den Kampf um Podestplätze, zu sehr ist es ein Lehrjahr. 2014 beginnt dagegen erwartungsvoll. Gute Vorbereitung, das Team hat sich gefunden, alle scheint zu passen um den nächsten Schritt zu tun. Doch ist es im ersten Halbjahr der Saison 2014 vor allem ein Schritt zurück. Trotz eines verheißungsvollen Auftakts mit dem siebten Rang heißt es Misserfolge zu verarbeiten. Der gute Auftakt wird durch eine schwere Verletzung teuer erkauft. Was folgt sind Rückschläge auf Rückschläge. Teils unbeabsichtigt, teils durch eigenes Zutun. Man merkt: Unruhe entsteht. Die Öffentlichkeit fragt nach Gründen und auch das eigene Team beginnt erste Zweifel zu äußern. Dann kommt die Sommerpause. Zeit um durchzuatmen und die Batterien aufzuladen. Platz sechs im ersten Rennen danach klingt verheißungsvoll. Kommt die Wende zum Besseren? Ja! Nach 641 Tagen endlich wieder ein Podium. Platz 3 in Brünn bedeutet das bislang beste Ergebnis in der Moto2 Karriere des Sandro Cortese. Fotograf Ronny Lekl hat an diesem Tag (fast) genauso viel Glück wie Cortese selbst. Denn im entscheidenden Moment hält Cortese genau vor seiner Kamera und so kann er diesen kleinen Moment einfangen, in dem ein Bild mehr sagt, als es tausend Worte könnten. Vater Antonio Cortese, der seinen Sohn nach dem Rennen herzt und umarmt. Wackersteine fallen von allen ab. Denn jetzt weiß auch Cortese: Ich kann es noch.

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Die MotoGP in Brünn 2014.
Die MotoGP in Brünn 2014 (©www.gp-photo.de).

Die Zahl des Wochenendes: 240.695. Die Einwohnerzahl von Prag? MotoGP Fans in Deutschland? Die Facebook Freunde von Marc Marquez? Die Telefonnummer von Jorge Lorenzo? Nein. Es ist die Zuschauerzahl beim Grand Prix von Tschechien in Brünn. 240.695 offiziell gezählte Zuschauer auf dieser einmaligen Piste mit all ihren wunderbaren Naturtribünen. Und so eine Strecke soll 2015 tatsächlich aus dem MotoGP Kalender herausfallen? Kaum vorstellbar und – wie man mittlerweile weiß – auch etwas unwahrscheinlicher als noch vor ein paar Tagen. Denn der GP von Brünn wird aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr Schauplatz der schnellsten Rennserie auf zwei Rädern sein. Auch Fotograf Ronny Lekl fände das extrem schade, hat er doch ein Stück dieser einmaligen Atmosphäre in diesem Moment des MotoGP Rennens an der berühmt berüchtigten C-Tribüne eingefangen. Gut zu sehen die vielen gelben Fahnen und Shirts vom Doctor – Valentino Rossi mit seiner Nummer 46. Der schickt sich in diesem Moment gerade an den in dieser Saison für unbesiegbar gehaltenen Marc Marquez zu überholen. Mit Erfolg wie sich hinterher herausstellt. Wahnsinns Rennen auf einer Wahnsinns Strecke mit Wahnsinns Gänsehaut. MotoGP wie sie sein soll. So wie beim Grand Prix in Brünn.

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MotoGP - Colin Edwards in Brünn 2013
MotoGP - Colin Edwards in Brünn 2013 (©www.gp-photo.de).

Schneller als ein Tornado? Wohl nicht. Trotzdem trägt er den wunderbaren Spitznamen „Texas Tornado“, angelehnt an seine Heimat Texas. Die Rede ist von Colin Edwards, dessen Motorradsportkarriere sich in diesen Tagen dem Ende zuneigt. Seit fast zwanzig Jahren ist der Amerikaner in den Spitzenrennserien des Motorradsports zu finden. 1995 ging es für ihn zunächst in der Superbike WM los. In acht Jahren konnte Edwards zwei Titel einfahren und wurde zweimal Vizeweltmeister. 2003 dann der Umstieg in die MotoGP, zunächst bei Aprilia. 2005 hat Edwards dann sein erfolgreichstes Jahr in der Königsklasse des Motorradrennsports. Als einziger Fahrer im Feld holt er in jedem Rennen Punkte und gewinnt mit Valentino Rossi als Teamgefährten den Konstrukteurs Titel für Yamaha. Eines bleibt ihm in dieser Saison – wie in den Folgejahren - jedoch verwehrt: Ein Sieg in der MotoGP. Nun sagt Edwards mit über 40 Jahren „Goodbye“ von der MotoGP. Einen letzten Auftritt und ein letztes Wiedersehen gibt es vielleicht noch einmal beim Saisonfinale in Valencia. Ebenso „Goodbye“ müssen die Fans wohl zu dieser Strecke sagen, an der das Foto mit Colin Edwards entstanden ist. Fotograf Ronny Lekl hat es im letzten Jahr auf der Strecke im Tschechischen Brünn eingefangen. Schnell wie ein Tornado – so ist Colin Edwards in diesem Moment scheinbar unterwegs. Das Rennen in Brünn droht 2014 ein letztes Mal Austragungsort für die MotoGP zu sein; und das obwohl die Strecke bei Fahrern und Fans zu den beliebtesten im Kalender gehört. Von daher entstehen fast ein wenig nostalgische Gefühle, denn dieses Bild – Colin Edwards in Brünn – wird es in dieser Form  nicht mehr geben. Wir sagen danke an einen großartigen Piloten, den Fans und Alle im Fahrerfeld sehr vermissen werden.

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MotoGP - Marc Marquez am Sachsenring 2014
MotoGP - Marc Marquez am Sachsenring 2014 (©www.gp-photo.de)

Rausfahren und siegen. Das scheint das Motto von Marc Marquez 2014 zu sein. Neun Rennen, neun Siege. Den Fans, Verantwortlichen und Journalisten gehen die Superlative für dieses Jahrhunderttalent aus, dem – so scheint es – eine ganz besondere Gabe mit in die Wiege gelegt wurde. Der totale Überflieger der laufenden Saison auf dem Weg zum nächsten WM-Titel.

 

Dieses Bild hat Fotograf Ronny Lekl am Sachsenring 2014 eingefangen. Marquez fährt hier aus der Box raus um sich in der anstehenden Qualifikation die nächste Pole Position zu sichern.

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Moto2 Jonas Folger am Sachsenring 2014
Moto2 - Jonas Folger am Sachsenring 2014 (© www.gp-photo.de)

Es sollte der Saisonhöhepunkt werden, doch stattdessen wurde es der (bisherige) Tiefpunkt 2014. Extra für das Heimrennen am Sachenring hatte sich Jonas Folger einen Rennanzug in bayerischen Farben herstellen lassen – und dann lief alles schief. Trainings zum Vergessen, Zeiten meilenweit von den bisherigen Saisonergebnissen entfernt. Die Umstellung mit der Moto2 Maschine auf den Sachsenring funktionierte nicht. Am Ende im Rennen dann noch das Aus durch einen technischen Defekt. Die Laune am Tiefpunkt, genauso wie Folger in dieser Kurve. Ein besonderer Moment, den Fotograf Ronny Lekl an dieser Stelle einfangen konnte. Denn: Von einem tiefen Punkt an der Strecke sind Bilder meist spektakulär, aber so meist auch nicht abzulichten. Diese Aufnahme ist am oberen Teil des Omegas entstanden, mit voller Schräglage geht es für die Fahrer in die Kurve. Die Hitze auf dem Asphalt spiegelt sich dabei so, als ob der Fahrer auf der Strecke schwimmen würde.

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Moto3 - Philipp Öttl am Sachsenring 2014
Moto3 - Philipp Öttl am Sachsenring 2014 (© www.gp-photo.de)

Endlich war er da. Der ersehnte und so sehr gewünschte Startplatz in den vorderen Reihen. Beste Ausgangsposition in der Saison – und das beim Heimrennen. Die Maschine in der Qualifikation auf Rang 11 gestellt. Was sollte jetzt noch schief gehen für Philipp Öttl? Um es kurz zu machen: Nicht viel. Auf diesem Foto der Woche stürmt Öttl gerade auf der Start und Zielgeraden an der Haupttribüne vorbei. Höchstgeschwindigkeit, bevor es in die erste Kurve auf der Piste geht. Für Fotograf Ronny Lekl eine gute Position: Direkt aus der Boxengasse heraus aufgenommen mit dem charakteristischen Start/Ziel-Turm der alten Strecke am Sachsenring im Hintergrund. Gerade an dieser Stelle für die Moto3 Fahrer wichtig an der leichten Steigung den perfekten Schwung aus der letzten Kurve mitzunehmen. Den hat Öttl tatsächlich erwischt: Mit dem besten Saisonergebnis auf Platz 12 im Rennen und der Gewissheit, dass sogar nach vorne noch was gehen kann. Mit etwas mehr Konstanz sind die Top 10 nicht mehr weit.

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Stefan Bradl für LCR Honda in der MotoGP 2014 am Sachsenring
Stefan Bradl am Sachsenring 2014 (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Zum Start dieser Serie wird aus eins gleich zwei gemacht. Denn nur so lässt sich diese Stück Asphalt besser begreifen. Kurve 11. Sachsenring. Sturzgefahr? Vorprogrammiert. Fast völlig Blind ziehen die Fahrer ihre Maschine nach einen schier unendlichen Anzahl von Linkskurven in diese Rechtskurve hinein. Der Reifen auf der rechten Seite unterkühlt, die Abfluggefahr liegt in der Luft. Mit Vollspeed geht es in die Kurve – gut 200 km/h schnell. Die Fuhre steht dann gerne mal quer – wie man an den Reifenspuren erkennen kann. Und dann geht es weiter…

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