Das Foto der Woche

Fabio Quartararo 2015 in der Debütsaison in der Moto3
Fabio Quartararo 2015 in der Debütsaison in der Moto3 (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Zum Ende des Jahres wird es immer etwas persönlicher. Denn dann darf ich mein ganz persönliches Foto der Woche küren. Es war für mich nicht nur eine Premiere, sondern gleichzeitig auch eines der besten Fotos des Jahres. Natürlich versucht man in seiner Berichterstattung immer so viel Neutralität wie möglich und nötig walten zu lassen. Doch jeder hat so seine Fahrer, auf die er immer auch ein Auge extra wirft.

 

Vor zwei Jahren sagte mir der Name Fabio Quartararo noch gar nichts. Doch dann setze mir ein Freund einen Floh ins Ohr. Ich müsse mir einen jungen Franzosen in der Repsol CEV Moto3 einmal anschauen. Der würde unglaubliche Ergebnisse einfahren, wäre einfach unfassbar. Mit einer unterlegenen Maschine würde er Kreise um die Konkurrenz fahren. Gesagt getan. Ich schaute näher hin und war ab sofort auch von Fabios Fahrkünsten fasziniert.

 

Natürlich hatten mittlerweile einige Leute mitbekommen, dass das wohl kein Blinder ist der 2015 mit einer Sonderregelung in die Moto3 Weltmeisterschaft einsteigen durfte. Entsprechend groß war das Interesse vom Start weg an Quartararo. Er machte es einem aber auch nicht leicht über ihn und seine Leistungen hinwegzuschauen – gerade zu Beginn der Saison. Doch wie das oft so ist: Die Erwartungen waren wohl doch etwas zu viel Ballast auf seinen Schultern, so dass ein Kampf um die WM in diesem Jahr noch nicht drin war.

 

Doch neben den Leistungen eines Piloten gibt es ja immer auch noch etwas anderes: Persönlichkeit und Ausstrahlung. Und ich finde, die kann man nicht (oder nur schwer) lernen. Quartararo hat sie jedoch, bringt mit seinen gerade einmal 16 Jahren einfach schon verdammt viel rüber. Was ich meine? Schaut Euch das Foto der Woche an. Immer für einen Spaß zu haben, immer den Schalk im Nacken. Muss man mehr erklären? Das Foto entstand durch Fotograf Ronny Lekl in Jerez, als er Quartararo am Rande der Pressekonferenz ablichtete. Und dann passierte folgendes. Eines Tages erhielt ich einen Umschlag, machte den auf und bekam den Mund vor Staunen nicht mehr zu. In meiner Hand hielt ich meine Premiere aus der Motorrad Weltmeisterschaft: Das erste persönlich gewidmete Autogramm.

 

Ich finde, das ist immer so ein besonderer Moment, das erste Mal. Man erinnert sich an das erste Auto, die erste Wohnung oder andere „erste male“ einfach immer ganz besonders intensiv. Und so war dieses erste Autogramm ein ganz persönlicher Moment der Saison 2015.

 

Das Foto der Woche geht jetzt in die Weihnachtspause, kommt aber 2016 mit vielen neuen Fotos und Geschichten zurück. Und dann bin ich schon gespannt, welches Bild ich Ende 2016 zum ganz persönlichen Favoriten der Saison auswählen kann.

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Das Foto der Woche

Maverick Vinales im Paddock der MotoGP in Valencia.
Augenblick, verweile noch. Maverick Vinales im Paddock der MotoGP in Valencia (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl).

Es sind diese Momente, die man als Fotograf einfach nicht planen kann. Der Gang durch den Paddock und plötzlich steht ein Fahrer vor dir. Genau an der richtigen Stelle. Genau im richtigen Licht. Mit genau dem richtigen Blick. Jetzt muss es schnell gehen, denn solche Momente dauern oftmals nur Bruchteile von Sekunden die einem die Chance geben, Fotos wie diese zu erstellen.

 

In dieser Woche sagen wir danke beim Model Maverick Vinales, der Fotograf Ronny Lekl in diesem Moment vor das Objektiv gefahren ist. Doch diesmal feiern wir nicht den Fahrer, sondern den Produzenten des Fotos für diesen unglaublichen Shot. Der doppelte Maverick, der ganz entspannt vor einer Hospitality hält um ein kurzes Gespräch zu führen. Es ist die Kunst, solche Augenblicke zu erkennen, um anschließend solche Fotos entstehen zu lassen.

 

Dafür sagen wir im Namen aller herzlichen Dank an Ronny, der viele Beiträge von uns in diesem Jahr mit seinen Aufnahmen bereichert hat. Hier ist ihm wirklich ein goldener Schnappschuss gelungen. Das i Tüpfelchen sozusagen seiner Fotokunst. Merci, thanks und gracie.

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Jorge Lorenzo 2015 in der MotoGP in Valencia
Der fünfache Jorge Lorenzo. Aufstellung zur Siegesfeier nach dem MotoGP Titel in Valencia (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Wer nach drei Rennen auf eine Weltmeisterschaft von Jorge Lorenzo gewettet hätte, der hätte sicher den einen oder anderen Euro verdienen können. Kein Podestplatz, drei recht enttäuschende Rennen mit Material- und Gesundheitsproblemen. Doch dann folgt eine Serie mit vier Siegen in Folge. Auch damit hatte fast keiner gerechnet.

 

Ein Auf und Ab der Gefühle und der Leistungen beim Spanier, der nach den drei schleppenden Rennen zum Start nur noch dreimal im weiteren Verlauf der Saison nicht aufs Podest fährt. Nach 18 Rennen ist es nur ein Ausfall, doch der kostet Lorenzo fast die Weltmeisterschaft. Beim Großen Preis von San Marino fliegt Lorenzo im Nassen von der Strecke und in der WM wieder weit hinter Konkurrent Valentino Rossi zurück. Mehrmals scheint die Lage für ihn aussichtslos, doch der Yamaha Pilot kämpft sich jedes Mal zurück.

 

Keiner fährt 2015 mehr Siege als Lorenzo ein (7), keiner hat mehr Führungsrunden (274) auf dem Konto. Rein von der Renngeschwindigkeit kann Lorenzo kaum jemand das Wasser reichen. Aber wie so oft im Motorsport: Der Schnellste ist nicht zwangsläufig der Fahrer mit den meisten Punkten. Diesmal ist es jedoch – sehr knapp – so. Die Geschichte des Finals in Valencia ist aus vielen Blickwinkeln beleuchtet worden. Das soll an dieser Stelle einmal nicht das Thema sein. Jorge Lorenzo gewinnt seinen dritten MotoGP Weltmeister Titel -  den insgesamt fünften WM Titel seiner Karriere.

 

Fünfmal stellt sich Lorenzo hinterher auf. Für jeden Titel einmal. Fotograf Ronny Lekl steht auch diesmal wieder goldrichtig um diesen Moment für uns festzuhalten. Der fünffache Jorge, der fünffache Weltmeister. 2015 erneut in der Königsklasse, der MotoGP.

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Stefan Bradl in der MotoGP 2015 für Aprilia
Stefan Bradl hat sein Glück in der MotoGP 2015 doch noch gefunden: Beim Aprilia Racing Team (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Eine solche Achterbahnfahrt der Gefühle hat wohl kaum ein Fahrer in der MotoGP in der Saison 2015 erlebt. Rückblende. Es soll 2015 der große Neubeginn für Stefan Bradl werden. Beim Forward Racing Team startet Bradl nach drei Jahren LCR Honda sein neues Abenteuer. „Was für ein Abstieg“ sagen die einen, doch Bradl will es nicht nur seinen Kritikern zeigen, sondern mit einem Neustart das Seuchenjahr 2014 vergessen machen. Foward hat in eben dieser Saison 2014 teils überraschend gute Ergebnisse, Bradl ist davon überzeugt, mit dieser Maschine ebenfalls den einen oder anderen Nadelstich gegen die Konkurrenz setzen zu können.

 

Wie wir heute wissen: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Wechsel erweist sich als Griff ins stille Örtchen. Bradl kommt null Komma gar nicht mit der Maschine zurecht. Immer wieder bremst ihn die Elektronik aus. Frust folgt Crash folgt Frust. Und wenn man denkt, es könnte nicht schlimmer kommen, kommt von irgendwo eine Verletzung her. Kahnbeinbruch beim Rennen in Assen, keine Teilnahme am Heim Grand Prix am Sachsenring möglich. Das alles zusammen würde für eine verkorkste Saison schon reichen, doch es kommt noch dicker.

 

Der Teamchef seines Rennstalls wird nach dem Rennen am Sachsenring verhaftet. Die Zukunft des gesamten Teams hängt am seidenen Faden. Die Zukunft ist ungewiss, Bradl zieht die Reißleine. Er kündigt den laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung und erhält nach einigem Hin und Her tatsächlich die Freigabe. Bradl ist nun vertragslos und ohne Bike in der MotoGP. Doch wo die eine Tür ins Schloss fällt, geht eine andere auf. Aprilia sucht in der Sommerpause einen Ersatzfahrer für den geschassten Marco Melandri. Bradl ist der einzige verfügbare MotoGP Fahrer am Markt und das Bike das einzig freie im Feld. Somit kommt es schon kurz nach der Scheidung zur nächsten Eheschließung.

 

Für beide Seiten entwickelt sich daraus ein echter Glücksfall. Für Bradl, weil er endlich die Privilegien eines Werksteams genießen kann. Und für Aprilia, weil sie sich einen Fahrer mit guten Entwicklungsfähigkeiten angeln können. Es passt, auch wenn die Maschine noch nicht wirklich konkurrenzfähig ist. Die Euphorie ist jedenfalls auf beiden Seiten riesig. Nur motivierende Ergebnisse bleiben trotz einiger kleiner Highlights (noch) aus. In Sepang gelingt Bradl jedoch ein kleiner Befreiungsschlag, mit Platz zehn gelingt bis dato das beste Ergebnis. Ende gut, alles gut? Fast sieht es danach aus. Aprilia hat eine Menge Potential, Bradl wieder richtig „bock“. Da steht einer erfolgreichen Saison 2016 eigentlich nichts mehr im Weg.

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Marcel Schrötter in der Moto2 für Tech 2015 in Jerez
Schräger Typ? Nein, Marcel Schrötter bei einem Moto2 Rennen mit vollem Einsatz (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Das hatte man sich so schön ausgedacht. Nach einem zehnten Gesamtrang in der Saison 2014 wollten Marcel Schrötter und sein Team 2015 den nächsten Schritt machen. Die letzten Rennen der Saison 2014 verliefen verheißungsvoll. Mehrere Top 10 Plätze, am Ende das erste vorsichtige Anklopfen an die Top 5.

 

Dann beginnt die Saison 2015. Und nichts ist es mehr mit dem so schön erdachten Plan. Statt weiteren Verbesserungen rutscht Schrötter Rennen für Rennen weiter hinten rein ins Mittelfeld. Selbst Punkte werden teilweise zur echten Herausforderung. Statt Optimismus und Freude herrscht plötzlich nur noch Pessimismus und Ratlosigkeit. Man baut die Maschine um – keine Besserung. Immer wieder klagt Schrötter über die Unfahrbarkeit des Eigenbaus von Tech3. Doch auch Team und Ingenieure bekommen die Probleme scheinbar nicht in Griff. Die Ergebnisse werden jedenfalls nicht besser.

 

Schrötter sieht seine Karriere in Gefahr. Es muss etwas passieren. Viel Bewegung kommt ab dem Sommer in die Fahrerbesetzung der Moto2. Der Deutsche will weg, sucht mit seinem Manager zusammen nach einem Ausweg. Durch die ausbleibenden Resultate ist die Visitenkarte von Schrötter ziemlich leer. Doch nach langen Verhandlungen gelingt im Spätsommer der erhoffte Befreiungsschlag. Ab 2016 fährt er beim AGR Team, übernimmt den Platz seines WG Kumpels Jonas Folger. Der Wechsel von der Mistral auf eine Kalex ist perfekt.

 

Seitdem wirkt Schrötter auch auf der Piste deutlich befreiter. Plötzlich sind wieder regelmäßige Punkte drin, sogar mal ein Top 10 Platz. Die Aussage des Marcel Schrötter war immer, er wolle eine konkurrenzfähige Maschine um zeigen zu können, was in ihm steckt. Ab 2016 hat er dazu die Möglichkeit, wenn er in ziemlich große Fußstapfen seine Vorgängers Folger treten muss. Eine echte Herausforderung aber eine Aufgabe, an der man wachsen kann. Voller Einsatz, wie hier auf dem Foto der Woche in Jerez, ist jedenfalls schon mal eine gute Voraussetzung für einen positiven Karriereverlauf.

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Sandro Cortese in der Moto2 für das Intact GP Team
Steht vor der erfolgreichsten Moto2 Saison seiner Karriere: Sandro Cortese (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Eine Verbesserung oder Verschlechterung zu erkennen ist manchmal gar nicht so einfach. Man schaut auf eine Gesamtpunktzahl und sieht ganz simpel: Mehr oder weniger Punkte. Urteil gefällt, Haken dahinter, fertig. Doch so einfach ist es dann doch manchmal nicht.

 

Dieses Projekt, von dem wir jetzt sprechen, war schon zu Beginn auf drei Jahressicht ausgelegt. Sandro Cortese und das IntactGP Team wollten Stück für Stück wachsen und sich entwickeln. Das erste Jahr – 2013 – ein ganz klares Lehrjahr. 19 Punkte am Ende, überschaubare Ergebnisse, aber alles im erwarteten Rahmen. 2014 sollte da schon mehr Gas gegeben werden; was auch gelingt. 85 Punkte stehen zum Saisonende auf dem Zettel, ein neunter Platz in der Fahrerwertung.

 

2015 wurde zum Jahr erklärt, in dem der nächste Schritt gemacht werden soll. Ergebnisse auf oder nah am Podium sollten es werden. Nun, nach diesem Maßstab gemessen ist die Saison bislang kein Erfolg. Gefühlt hätte ich gesagt, sie ist sogar schlechter als 2014, weil keine wirkliche Entwicklung erkennbar ist. Doch ein genauer Blick auf die Ergebnisse bringt neue Erkenntnisse. 2015 könnte (vorausgesetzt in den letzten drei Rennen wir noch ordentlich gepunktet) sogar erfolgreicher als 2014 werden. Acht Punkte müssten in drei Rennen noch eingefahren werden um mehr Punkte als 2014 zu holen. In sieben Rennen war Cortese 2015 besser als im Vorjahr, dazu ein Ausfall weniger.

 

Jetzt in Japan, in einem perfekten Rennen, das erste Podium 2015. Zum Ende der Saison scheint Cortese noch einmal richtig aufzudrehen. Er arbeitet wohl nach dem Eichhörnchen Prinzip: Langsam, stetig und fast etwas unbemerkt die Punkte einsammeln. So dass man am Ende der Saison sagen könnte, dass das Ziel tatsächlich erreicht wurde, welches man zu Beginn der Zusammenarbeit ausgerufen hat. Aus dem drei Jahresplan wird 2016 das vierte Jahr der Zusammenarbeit. Cortese bekommt mit Jonas Folger einen Teamkollegen und somit möglichweise mehr Druck und/oder Ansporn. Wir werden es sehen. Das Projekt IntactGP bleibt jedenfalls eines: Ein spannendes mit viel Potential.

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Voller Einsatz: Florian Alt 2015 in der Moto2 in Barcelona
Voller Einsatz: Florian Alt 2015 in der Moto2 in Barcelona (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

2014 war die Welt sehr in Ordnung. In der FIM CEV Nachwuchsklasse kämpfte Florian Alt lange Zeit um den Titel mit. Im vorletzten Rennen bestand noch die Chance, richtig Boden auf den Führenden in der Serie aufzuholen. Doch ein Konkurrent meinte es nicht gut mit Alt und schoss ihn von der Piste ab. 2014 ein Jahr, das dem Deutschen wieder Selbstvertrauen nach einem schwierigen Jahr zuvor gab.

 

2013 der Einstieg in die Weltmeisterschaft in der Moto3. Eine Saison voller Probleme. In fast der Hälfte der gefahrenen Rennen erreicht Alt nicht das Ziel. Die Resultate bei Zielankunft sind jenseits der 20er Plätze weit weg von guten Platzierungen. Dazu noch eine Verletzung, die ihm zu einer längeren Pause zwingt. Hinzu kommt ein ganz menschliches Problem: Der Gummersbacher wächst in der Zeit zu schnell und ist eigentlich im Laufe der Saison viel zu groß für das Bike.

 

2014 also der Umstieg in die Nachwuchsklasse der FIM CEV. Hier schlägt sich Alt wacker. Ein Sieg und fünf zweite Plätze in zehn Rennen sind in der Endabrechnung der zweite Platz hinter dem Champion Jesko Raffin. Für beide geht es nach ihrem Moto2 Jahr in der CEV 2015 in die Moto2 Weltmeisterschaft.

 

Und hier läuft es – wenn man es ganz nüchtern an den Ergebnissen abliest – nicht besonders erfolgreich. Bis auf zwei Rennen erreicht Florian Alt immer das Ziel, doch Ergebnisse in den 20ern sind eher die Regel als die Ausnahme. In Indianapolis holt Alt mit Platz 19 sein bislang bestes Ergebnis der Saison. Doch weitere positive Überraschungen bleiben bislang aus. Somit bleibt nur Ursachenforschung aus der Ferne. Ist es weiterhin die Körpergröße die Alt – auch in der Moto2 – Probleme bereitet (Alt ist 1,88 cm groß)? Ist das Material zu schwach im Vergleich zur Konkurrenz? Ist die Konkurrenz insgesamt zu stark für einen Rookie? Fehlt die Erfahrung? Fragen über Fragen, Antworten fehlen. Es wird weiterhin ein harter Kampf bis zum Ende der Saison für Alt werden, auch wenn er alles was möglich gibt und mit vollem Einsatz, wie hier beim Foto der Woche in Barcelona, fährt. Wie es 2016 für „Flo66“ weitergeht wissen wir noch nicht. Aber wir würden uns wünschen, dass ein weiterer Deutscher auch weiterhin die Möglichkeit bekommt, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

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Loris Baz 2015 in der MotoGP in Jerez
Loris Baz 2015 in der MotoGP in Jerez (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Zu groß, zu schlaksig, keine Erfahrung. Das wird nix. Offen oder auch hinter vorgehaltener Hand wurde so zum Start in die Saison 2015 von Loris Baz gesprochen. Ich gebe zu: Auch ich war skeptisch, ob der Umstieg von der Superbike WM – auch bei der Körpergröße – klappen kann. Jetzt, auf der Zielgeraden der Weltmeisterschaft wissen wir: Es kann klappen. Und das sogar sehr gut.

 

Nach einem schwachen Beginn in Katar mit Platz 22 ging es stetig bergauf. Schon in Argentinien gab es die ersten Punkte. Und wer glaubte, dass sei nur eine Eintagsfliege wurde eines Besseren belehrt. Baz punktete in Folge kontinuierlich und regelmäßig. Der größte Erfolg bislang: Der vierte Platz im Regenchaos von Misano. Lange lag Baz auf Rang drei, bevor er kurz vor Schluss doch noch von Scott Redding abgefangen werden konnte. Dazu nur ein einziger Sturz und Nuller im ersten MotoGP Jahr.

 

Der Lohn  der ganzen Arbeit ist die momentane Führung in der Open Wertung. Mit fünf Punkten Vorsprung führt er diese Liste vor Hector Barbera an, ist gleichzeitig hinter Maverick Vinales zweitbester Rookie im Feld. Ergebnisse, die so vielleicht nicht ganz zu erwarten waren. Nach nur einem Jahr wird der Franzose das bisherige Team Forward Racing auch schon wieder verlassen. Keiner weiß momentan ob und wenn ja wie es dort überhaupt weitergeht. Baz wird ab 2016 für Avintia Racing an den Start gehen.

 

Eine prima Saison eines Fahrers, der in vielen Bereichen überrascht hat. Denn hier und da war zu hören, Baz wäre arrogant und unnahbar. Auch das hat der lange Kerl wiederlegt. Ein humorvoller Typ, der auch noch richtig gut Moped fahren kann. Loris Baz. Unser Mann auf dem Foto der Woche.

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Die Moto3 in Misano, wie man sie schon die ganze Saison über kennt: Eng zusammen in Reih und Glied
Die Moto3 in Misano, wie man sie schon die ganze Saison über kennt: Eng zusammen in Reih und Glied (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Warum die Moto3 die spannendste Serie in der Motorrad Weltmeisterschaft ist? Rennauftakt der Saison 2015 in Katar. Neun Fahrer überqueren innerhalb einer Sekunde die Ziellinie. In Jerez kämpfen vier Fahrer noch in der letzten Kurve um den Sieg. Beim Grand Prix in Le Mans sind vier Fahrer innerhalb von 0,7 Sekunden über dem Zielstrich. Mugello sieht sechs Fahrer in einem Zeitfenster von 0,4 Sekunden im Ziel. Auch in Barcelona: Die sechs besten innerhalb einer Sekunde an der Zielflagge vorbei. So ließe sich das Rennen für Rennen fortsetzen.

 

Die Moto3 ist echtes Racing. Rad an Rad, bis in die letzte Kurve. Prognosen kann man quasi keine abgeben. Viel hängt von Form und dem gewissen Quäntchen Glück ab. Selten sieht man Rennen wie in Argentinien, wo der Gewinner einen zehn Sekunden Vorsprung vor seinem nächsten Verfolger hat.

 

Ein enges Feld wünscht sich eigentlich jeder Zuschauer bis zum Schluss, denn nur so bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Die Moto3 bietet das und genau das macht sie so reizvoll. Junge Talente, die bis in die letzte Kurve den Sieg erreichen wollen. So wie hier in Misano. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur fliegen die Fahrer im Windschatten die Gerade herunter. Fünf dieser Herren sind es, die am Ende die Zieldurchfahrt innerhalb einer von 0,637 Sekunden erledigen: Enea Bastianini, Miguel Oliveira, Niccolo Antonelli, Romano Fenati und Brad Binder. Kein seltenes, sondern ein (fast) normales Bild. Ein Fakt, der diese Serie so unglaublich interessant und spannend macht. Noch Fragen?

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Enea Bastianini feiert den ersten Grand Prix Sieg seiner Karriere in der Moto3 - ausgerechnet beim Heimrennen in Misano
Enea Bastianini feiert den ersten Grand Prix Sieg seiner Karriere in der Moto3 - und das ausgerechnet beim Heimrennen in Misano (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Meistens entstehen besondere Momente dann, wenn man gar nicht mit ihnen rechnet. Am Tag der Qualifikations Pressekonferenz zum Großen Preis von San Marino war so ein Moment. Enea Bastianini nimmt dort als schnellster Mann im Training der Moto3 Platz. Man muss wissen: Englisch ist in der Pressekonferenz der MotoGP Pflichtsprache. Jedoch: Bastianini beherrscht seine Moto3 Maschine sehr, sehr gut, doch der kleine Italiener muss im Gegensatz dazu, noch an seinen englischen Sprachfähigkeiten schrauben. Und so entsteht eine Szene, die den ganzen Pressesaal hinterher zu Beifall bemüßigt. Bastianini versteht manche Fragen aus der Runde nicht und ihm fehlen genauso die Worte für die Antworten. Also muss Altmeister Valentino Rossi als Dolmetscher einspringen, der zufällig in der Pressekonferenz neben Bastianini sitzt. Der Moto3 Pilot müht sich erkennbar nach Kräften, Rossis Worte aus seinem Mund zu bekommen, doch trotz der tatkräftigen Unterstützung des Altmeisters, will es nicht recht gelingen. Bastianini lacht die fehlenden Vokabeln einfach weg, Rossi muss auch schmunzeln, ebenso die anwesenden Journalisten. Ganz ehrlich: In diesem Moment muss man den jungen 17jährigen einfach gerne haben.

 

Umso mehr freut man sich selbst als neutraler Zuschauer über das Ergebnis von Bastianini am Rennsonntag. Nach sechs zweiten Plätzen, vier davon alleine in dieser Saison, gelingt ihm sein erster Sieg in der Moto3. Ausgerechnet beim Heim Grand Prix platzt der Knoten und spült den Italiener ganz oben aufs Podest. Ein toller Moment für ihn und auch für die Fans, denn der Moto3 Pilot lässt sich noch in der Auslaufrunde die Haare in den italienischen Nationalfarben einfärben. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich im Parc Ferme angekommen ist, dort auf das Siegertreppchen steigen kann um endlich den Pokal für den Sieger entgegennehmen zu können.

 

Es sind oft nur kurze Augenblicke, die einen ganz besonderen Moment zeigen. Fotograf Ronny Lekl hat ihn perfekt erwischt, als Enea Bastianini voller Glück und Stolz seinen Siegerpokal küsst. Innig und verschmolzen wirkt dieser Moment, als wenn er für ewig stehen bleiben würde. Wenn man Glück, Stolz und Zufriedenheit in Tüten packen könnte: Hier wäre der perfekte Moment.

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Robin Mulhauser in seinem Moto2 Rennen 2015 beim Großen Preis von Tschechien in Brünn
Robin Mulhauser in seinem Moto2 Rennen 2015 beim Großen Preis von Tschechien in Brünn (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Er ist der Seiteneinsteiger und Spätzünder. Aus der European Superstock 600 war er 2013 mit einer Wildcard erstmals in die Weltmeisterschaft gekommen. Robin Mulhauser fährt seine zweite volle WM Saison in der Moto2. Ale einer von drei Fahrern der sogenannten „Swiss Mafia“ – dem Schweizer Team in der Moto2 – steht er etwas im Schatten seiner Teamkollegen Tom Lüthi und Dominique Aegerter. Erst mit 12 Jahren steigt er erstmals auf ein Bike. 2013 dann mit 22 Jahren das Jahr der Entscheidung: Entweder es klappt mit dem Sprung auf ein konkurrenzfähiges Bike in einer konkurrenzfähigen Serie, oder Mulhauser geht zurück auf die Schulbank.

 

Spät kommt der Mann mit der Startnummer 70 somit in die WM, entsprechend schwer scheint es für Mulhauser, sich in der Weltmeisterschaft nach vorne zu arbeiten. Kein Punkt in der ersten vollen Saison 2014. Dazu als beste Platzierung ein Rang 17 im letzten Rennen in Valencia. Ansonsten pendelte er sich irgendwo tief in den 20er Rängen ein. Immerhin: Jedes Rennen beendete Mulhauser, kein einziger Ausfall steht in seinem Klassenbuch. Eine durchaus beachtliche Leistung für einen Rookie.

 

2015 geht es zunächst ähnlich weiter. Die Punkteränge scheinen weiterhin weit entfernt. Doch insgesamt kann man festhalten: Es geht bergauf. In jedem Rennen schneidet der Schweizer besser ab als im Jahr davor. Leider stehen diesmal auch zwei Ausfälle in Barcelona und Brünn auf dem Papier. Aber neben diesem negativen Aspekt gibt es auf einen echten Grund zur Freude. In Indianapolis erfährt sich Mulhauser den ersten WM Punkt seiner Karriere. Belohnung für einen erkennbaren Aufwärtstrend.

 

Doch so positiv von den Ergebnissen das Jahr aussieht, es geht nur zäh und langsam voran. Die meisten Resultate sind immer noch mit einer zwei davor, die dauerhaften Punkte scheinen immer noch recht weit entfernt. Ob diese Leistung reicht um sich dann 2016 noch weiter in der Moto2 nach vorne fahren zu dürfen? Es wäre dem sympathischen Schweizer zu wünschen, dass er noch eine Chance bekommt.

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Jetzt also auch noch Regengott: Mr. MotoGP Valentino Rossi
Jetzt also auch noch Regengott: Mr. MotoGP Valentino Rossi (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Nicht schon wieder? Also eigentlich geht es wirklich nicht schon wieder. Oder doch? Ich sehe schon, die gefühlten 99 Prozent der MotoGP Fans sagen ja zu diesem Foto. Na gut, ich ergebe mich. Also bekommt ihr euer Bild vom Doctor.

 

Aber was soll man über jemanden schreiben, über den schon alles geschrieben ist? Was soll man über jemanden sagen, zu dem schon (fast) alles gesagt wurde? Was soll man für eine Begeisterung wecken, für den schon alle begeistert sind? Und was soll man für Gründe liefern zu einem Rennen zu kommen, wenn er der einzige Grund bereits ist? Puuh. In dieser Woche macht man mir es nicht einfach.

 

Alle Facetten bei Valentino Rossi sind gefühlt schon gezeigt und abgearbeitet worden. Er ist der Rekordhalter bei so vielen Rekorden und bekommt trotzdem nicht genug. Am MotoGP Wochenende in Silverstone gab es jetzt noch einen weiteren Titel: Der Regengott. Hinterher lässt sich immer schlau daherreden, doch schon nach dem Warm-Up am Vormittag war für mich glasklar: Dieser Rennsieg führt nur über einen Mann: Herrn Rossi.

 

Was soll ich sagen? Es hat gestimmt. Mit welcher Souveränität er dieses Rennen für sich entschied, das war an Präzision kaum noch zu toppen. Nie war der Erfolg in Silverstone gefährdet. Selbst mit einem Marquez im Rücken machte Rossi nicht den Eindruck, dass der „Junior“ auch nur den Hauch einer Chance hätte an ihm vorbei zu ziehen.

 

Fahrer, die mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit die Erfolge einfahren sind brandgefährlich für ihre Gegner. Und auch wenn es nur eine Momentaufnahme sein sollte: Rein vom Gefühl spricht mehr für als gegen einen weiteren Titelgewinn von Herrn Rossi. Seit 16 Rennen steht er regelmäßig auf dem Podium und ein Ende ist nicht abzusehen.

 

Noch sechs Rennen sind zu absolvieren. Dann ist klar, wer Weltmeister 2015 ist. Jedes Rennen ist neu, jedes anders. Vieles kann noch passieren. Aber ich würde aus dem Bauch heraus allen Fans von Valentino Rossi empfehlen schon langsam zu überlegen, welcher Champagner es bei einer möglichen Meisterfeier denn sein könnte. Man weiß ja nie. Und vielleicht lernen wir dann noch eine Seite an Valentino Rossi kennen, die wir so noch nie kennengelernt haben. Lassen wir uns überraschen.

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Die gute Laune Versicherung der Moto3: Enea Bastianini
Die gute Laune Versicherung der Moto3: Enea Bastianini (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Hat irgendjemand schlechte Laune gerade? Kommt Leute, nicht so schüchtern. Man ist schließlich nicht jeden Tag gut drauf. Also, Hände hoch. Aha, ich sehe da hinten welche, da auch noch und dort.

 

Aber versprochen, ich habe was gegen schlechte Laune. Denn dieser junge Herr ist die definitive Versicherung für beste Laune: Enea Bastianini. Der 18jährige Italiener rockt bereits im zweiten Jahr die Moto3. Immer sieht man ihn lachen, ständig scheint der Schelm über ihn zu kommen. Die Augen funkeln – vor allem nach Podestbesuchen und guten Resultaten.

 

Und davon hat Bastianini mittlerweile einige vorzuweisen. 2014 in seiner ersten Saison in der Moto3 ein bereits sehr ordentlicher neunter Platz in der Gesamtwertung mit zwei zweiten und einem dritten Platz. Die Luft ganz oben scheint dem Gresini Racing Piloten zu gefallen. In fast 50 Prozent aller Rennen steht Bastianini 2015 auf dem Podium, viermal wird er zweiter. Nur ein Sieg fehlt dem Italiener noch. Doch das scheint nur noch eine Frage der Zeit.

 

Auf Platz zwei liegt er derzeit in der Weltmeisterschaft. Zur Halbzeit lag er 66 Punkte hinter WM Leader Danny Kent. Jetzt, zwei Rennen später, sind es nur noch 45 Punkte Rückstand. Wird das die große Aufholjagd von Enea? Es könnte noch spannend im Kampf um die Moto3 WM Krone werden.

 

Ein Problem hat Bastianini jedoch noch: Vielen Erfolge erfordern viele Interviews. Und so unterhaltsam das als Zuschauer auch sein mag, aber die Gespräche in der MotoGP Haussprache Englisch sind noch nicht sein Ding. Wenn er allerdings auch hier so schnell lernt wie in seinen Rennen, dann könnte der kleine Italiener noch eine ganz große Nummer werden. Die schnellste gute Laune in Person: Enea Bastianini.

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Stefan Bradl mit kritischem Blick am MotoGP Wochenende in Brünn
Stefan Bradl mit kritischem Blick am MotoGP Wochenende in Brünn (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)


In Augen kann man unheimlich viel sehen. Augen können lachen, weinen, verzweifelt schauen. Augen sind ein wichtiger Spiegel des Gesichts. Unsere Augen der Woche auf dem Foto der Woche gehören Stefan Bradl. Schweißperlen sind auf der Stirn zu erkennen. Die Haut schimmert feucht. Es ist ein skeptischer, kritischer Blick am MotoGP Wochenende in Brünn.

 

Viel war los in den letzten Wochen. Kahnbeinbruch in der rechten Hand in Assen. Der Chef seines Teams wird direkt nach dem Rennen am Sachsenring verhaftet. Die Zukunft von Stefan Bradl erscheint plötzlich mehr als ungewiss. Dann glühen die Drähte in der Sommerpause. Neue Kontakte für einen Teamwechsel in der Saison werden hergestellt. Bradl landet bei Aprilia.

 

Zwei Rennen hat er dort mittlerweile absolviert. Was wir erleben ist ein ganz neuer Stefan Bradl. Eine völlig andere Körpersprache. Bradl scheint motiviert bis in die Ohrläppchen, kämpft und beißt sich in die Arbeit. Er kommt mit der Maschine scheinbar gleich sehr gut zurecht, gibt den Mechanikern die richtigen Hinweise. Die saugen seine Botschaften auf wie ein nasser Schwamm. Im Training lässt er Teamkollege Bautista teilweise alt aussehen, im Rennen ist er ebenso dran. Die ersten WM Punkte werden schon im zweiten Rennen eingesammelt. Wenn man es in einem Satz zusammenfassen müsste, wäre das wohl dieser hier: Es läuft bombe.

 

Doch wie geht es 2016 weiter? Nur noch sieben Rennen, dann muss die Zukunft unter Dach und Fach sein. Bradl will weiter MotoGP fahren, die Visitenkarte hinterlässt er gerade. Der kritische Blick auf unserem Foto der Woche ist trotzdem angebracht, denn die Spekulationen schwappen höher als manche Welle auf dem Meer. Wo geht die Reise also hin? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass wir diese Augen der Entschlossenheit gerne sehen und damit sehr zuversichtlich sind, dass Stefan Bradl auch 2016 eine MotoGP Maschine steuern wird.

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Philipp Oettl bei der Boxenausfahrt der Moto3 in Barcelona
Philipp Oettl bei der Boxenausfahrt der Moto3 in Barcelona (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)


Erfolge sind süß. Zuckersüß. Sie schmecken himmlisch, zergehen förmlich auf der Zunge. Wer sie einmal gekostet hat weiß, wie Erfolge schmecken. Und jeder denkt sich: Davon möchte ich mehr. Erfolg ist jedoch etwas, von dem Philipp Oettl in seiner Zeit in der Weltmeisterschaft noch nicht kosten durfte – wenn man als Maßstab einen Platz auf dem Podest nimmt. 2014 war er in Aragon mal ziemlich nah dran, als er einen sechsten Platz erreichte. Ansonsten waren die Ergebnisse meist weit weg vom begehrten Platz ganz oben.

 

Nach 2013 wollte Oettl 2014 den Schritt voran machen, doch die Saison gestaltete sich als Schritt zurück. 2015 jetzt der erneute Angriff, um sich ein ganzes Stück nach vorne zu arbeiten. Nach der Hälfte der Rennen ist die Bilanz positiv. Zwei Drittel aller Rennen wurde in den Punkten abgeschlossen – der erste Schritt in die richtige Richtung.

 

Dann kommt am letzten Wochenende das Rennen in Indianapolis. Oettl hat im Qualifying Pech, stürzt, muss sich in der Startaufstellung deshalb auf dem letzten Platz einreihen. Es droht ein schwieriges Rennen. Doch Petrus, Mut und Cleverness sind auf Oettls Seite. Es regnet vor dem Start, die Strecke ist feucht. Weiterer Regen ist angekündigt und so fahren fast alle Fahrer auf Regenreifen in die Startaufstellung. Oettl bespricht sich mit seinem Team vor der Einführungsrunde und beschließt: „Wenn es nicht regnet fahre ich vor dem Start in die Box und wechsele auf Trockenreifen“. Vom letzten Platz muss er sowieso starten und da macht es auch keinen Unterschied, direkt aus der Box loszufahren. Gesagt getan. Die Einführungsrunde startet, es regnet nicht. Oettl fährt in die Box, wechselt blitzartig die Reifen und jagt als letzter dem Feld hinterher.

 

Und was jetzt passiert, sieht man in der Moto3 nicht alle Tage. Während Oettl auf einer abtrocknenden Strecke schon auf Trockenreifen unterwegs ist, fährt er teilweise fast 15 Sekunden pro Runde schneller als die Konkurrenz. Das Polster auf die Konkurrenz wird teilweise so groß, dass sich Oettl nach bereits sechs Runden auf Platz drei wiederfindet. Über eine Minute Vorsprung hat er da schon auf den vierten Rang herausgefahren. Platz zwei und auch eins sind zu weit weg und so kann der KTM Pilot diesen dritten Platz entspannt verteidigen, als es später im Rennen wieder zu regnen beginnt. Das Gesicht auf dem Podium spricht anschließend Bände: Freude, Unglaube, alles in diesem Moment vereint.

 

Auf dem Foto der Woche hat Ronny Lekl Philipp Oettl bei der Ausfahrt aus seiner Box in Barcelona erwischt. Stimmungsvoll in tollem Licht. Glänzend fast, so wie der dritte Platz in Indianapolis.

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Valentino Rossi 2015 in der MotoGP in Barcelona
Valentino Rossi 2015 in der MotoGP in Barcelona (©www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Es gibt in der MotoGP eine Nummer. Wenn man sie nennt, weiß jeder Bescheid. Man muss nicht viele Worte drum machen. Jeder hat eine Verbindung dazu und diese Nummer prangt auf vielen Autos, Kappen, Fahnen, Shirts. Ja, es soll sogar Körper geben, auf denen diese Nummer verewigt ist.

 

Die Rede ist von der Nummer 46. Damit wäre eigentlich schon alles gesagt, denn was soll man wirklich Neues über Mr. MotoGP Valentino Rossi sagen? Seine WM Titel aufzählen? Zu oft schon gemacht. Alle Siege? Werden wir nicht fertig. Alle Fans auf der Welt nennen? Dafür reicht der Platz nicht. Nein, über Rossi kann man kaum etwas Neues erzählen. Eigentlich gehört er zum alten Eisen in der MotoGP. Schon lange dabei, schon viel gewonnen, vielleicht gar nicht mehr so hungrig. Doch auf Rossi trifft vieles davon einfach nicht zu. Der Mann ist ein unerklärbares Phänomen. Vielleicht lässt sich das Geheimnis seines Erfolgs ganz einfach so erklären: Er hat einfach immer Bock Moped zu fahren.

 

Aber wie kann das sein, das jemand in seinem Alter, nach all diesen Jahren noch so erfolgreich ist? Diese Lust zu gewinnen zeichnet echte Champions aus. Und in seinem Fall spielt das Alter nur eine untergeordnete Rolle, im Gegensatz zu Sportarten, wo der Verschleiß des Körpers um ein vielfaches höher ist. Dieser Hunger nach Erfolg ist es auch (für mich einzigartig in der MotoGP Szene), der Rossi auch im höheren Alter immer wieder zu Höchstleistungen antreibt. Er stellt seinen Fahrstil um, lernt von neuer, junger Konkurrenz und entwickelt sich permanent weiter.

 

Und jetzt sind wir in 2015 und erleben den Italiener als Halbzeitmeister in der MotoGP. Und womit? Mit recht. Seit 13 (!) Rennen steht Rossi bei jedem Grand Prix auf dem Podium. Dreimal hat er alleine 2015 ein Rennen gewonnen. Eine unglaubliche Bilanz, die derzeit kein einziger Fahrer in der MotoGP auch nur annähernd nachweisen kann. Und so geht Rossi als Favorit in die zweite Saisonhälfte. Jetzt ist er der Gejagte. Und es gibt eine Menge Fahrer, die ihn vom Thron stoßen wollen. Vor allem Teamkollege Jorge Lorenzo, der nur  14 Punkte hinter Rossi in der Fahrerwertung liegt. Doch niemand sollte auch Marc Marquez unterschätzen, der zwar 65 Punkte Rückstand, jetzt aber scheinbar auch wieder Witterung aufgenommen hat.

 

Valentino Rossi also unser Mann der Woche auf dem Foto der Woche. Er beschließt damit die kleine Sommerserie der jeweils Führenden in allen Klassen. Vor zwei Wochen Danny Kent in der Moto3, letzte Woche Johann Zarco in der Moto2 und diesmal Der Doctor in der MotoGP. Vorhang auf zur zweiten Hälfte der Saison 2015.

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Das Foto der Woche

Johann Zarco in der Moto2 am Sachsenring 2015
Johann Zarco in der Moto2 am Sachsenring 2015 (©www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Si le noeud est maintenant éclaté? Für alle, die wie ich des Französischem nicht ganz so mächtig sind: Es stellt sich die Frage, ob der Knoten jetzt endgültig geplatzt ist. Bei wem? Warum? Die Rede ist von Johann Zarco. Im besten Rennfahreralter von 25 Jahren startet er in der Moto2 endlich voll durch. Der Franzose hat 2015 das, was man braucht, um Weltmeister zu werden: Einen Lauf, eine perfekte Maschine, ein perfektes Umfeld und das nötige Quäntchen Glück.

 

2011 war Zarco schon einmal sehr nah dran an einem Titel, damals noch in der 125er Klasse, der heutigen Moto3. Nico Terol erwies sich seinerzeit als zu stark und gewann den Titel mit 40 Punkten Vorsprung vor Zarco. Was folgte, war eine stetige Steigerung der Ergebnisse nach dem Umstieg in die Moto2 im Jahr 2012. Nach einem zehnten Platz im ersten Jahr hing es über Platz neun 2013 bis auf Platz 6 2014. In diesem Jahr scheint Zarco nach drei Jahren Anlauf soweit zu sein, nach der Krone des Weltmeisters zu greifen.

 

Schon zur Hälfte der Saison 2015 hat er so viele Punkte eingesammelt wie in keiner Saison zuvor nach 18 Rennen. Bis auf das erste Rennen in Katar, wo ihn ein technischer Defekt zurückwarf, stand Zarco in jedem Rennen auf dem Podium. Drei Sieg, vier zweite Plätze und ein dritter in neun Rennen sind eine beeindruckende Bilanz. Wenn der Franzose seine Form auch nur annähernd in der zweiten Saisonhälfte konservieren kann, führt am Titelgewinn kein Weg vorbei. Denn schon jetzt liegt er mit 65 Punkten in Front, könnte sich somit fast drei komplette Rennen Auszeit nehmen und wäre trotzdem noch vorne in der WM Führung, wenn sein ärgster Verfolger Tito Rabat alle Rennen in der Zwischenzeit gewinnen würde.

 

Der Pilot aus dem Ajo Motorsport Team wird sich aber strecken, um so wie auf dem Foto der Woche alles zu tun, um seinen ersten WM Pokal für sich zu gewinnen. Der Halbzeitmeister der Moto2: Johann Zarco.

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Danny Kent bei der Boxenausfahrt in der Moto3 in Barcelona
Danny Kent bei der Boxenausfahrt in der Moto3 in Barcelona (© www.gp-photo.de, Ronny Lekl)

Sein Name ist Kent. Danny Kent. Und er hat die Lizenz Weltmeister zu werden. Wir schreiben das Jahr 2015. Es könnte tatsächlich das Jahr des Danny Kent werden. Seit 2010 fährt Kent in der Moto3 mit einem einjährigen Ausflug in die Moto2 2013. 2012 war er schon mal nah dran an der Spitze, danach kamen einige Rückschritte. 2013 das erwähnte Moto2 Jahr auf einer Tech3 mit ziemlich mageren 15 Punkten. Danach zurück in die Moto3 ins Team von Aki Ajo. Doch irgendwie fehlte scheinbar die Nestwärme. Nur Rang acht, die Karriere drohte fast etwas ins Trudeln zu geraten.

 

Dann der Schritt ins neue Team. Mancher Beobachter fragte sich, was der Wechsel zu einem Team sollte, die 2014 nicht einen Punkt in der WM gewinnen konnten. Wie wir heute wissen: Der Wechsel war goldrichtig. Ein perfektes Team mit der richtigen Ausstattung. Dazu ein Danny Kent in Topform der nicht nur gut, sondern auch clever fährt. Der weiß, wann ein dritter Platz genauso gut ist wie ein Sieg. Wie es scheint, ist der Brite in diesem Jahr unglaublich gereift.

 

Daher führt er verdient die Moto3 WM zur Halbzeit der Saison an. Unser Foto der Woche zeigt Kent bei der Ausfahrt aus der Box in Barcelona. Raus und los auf die Strecke um weitere Punkte für den Weltmeistertitel einzusammeln.

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Das Foto der Woche

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die schönste im ganzen Land? Ihr seid es, liebe Yamaha Hospitality. Doch schon zwei Zelte weiter gibt es vielleicht eine, die ist noch viel schöner als ihr.

 

So oder so ähnlich könnte die Geschichte beginnen. Jede Menge Bilder, frisch aus dem Paddock vom Sachsenring 2015. Teamzelt reiht sich hier an Teamzelt. An der Größe der Dependance ist auch so ein wenig der Status des Teams ablesbar. Am größten ist ohne Frage Ducati unterwegs. Währenddessen ist die Unterkunft von Repsol Honda im Vergleich nicht nur schlicht, sondern fast spartanisch geraten. Währenddessen erscheint mir die Hospitality des Estrella Galicia 0,0 Teams am modernsten mit frischen Farben und einer modernen Gemütlichkeit. Kleiner sind die Aufbauten aus den kleineren Klassen, während Teams wie AB Motoracing oder auch Avintia überraschen.

 

In dieser Woche also kein Bild mit Geschichte, sondern ein Gang durch den Paddock mit der Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen. Wählt einfach Euren Favoriten aus. Welches der Teamrepräsentanzen gefällt Euch am besten?

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Niklas Ajo hängt beim Moto3 2015 in Assen sehr an seiner Maschine
Niklas Ajo hängt beim Moto3 2015 in Assen sehr an seiner Maschine (© www.Racepixs.de, Fritz Glaenzel)

Manchmal passieren auf der Strecke Dinge, die könnte sich kein Drehbuchautor so ausdenken. Und immer wieder der Hauptdarsteller: Die letzte Schikane vor Start/Ziel in Assen.

 

Kurze Rückblende: Der deutsche Moto3 Pilot Luca Grünwald ist in Assen 2014 drauf und dran zum ersten Mal in die Punkte zu fahren. In einem Pulk von Fahrern kämpft er in der letzten Kurve um eine gute Ausgangsposition. Doch Grünwald will zu viel, stürzt. Die Punkte sind weg und Grünwald schiebt seine Maschine über die nur wenige Meter spätere Ziellinie. 2014 unser Foto der Woche am 4. November und wie wir heute wissen, ein Sturz mit Folgen. Grünwald verpasst im ganzen weiteren Jahr die Punkteränge und verliert so seinen Platz in der Weltmeisterschaft.

 

Zurück ins hier und jetzt. Wieder das Rennen in Assen. Wieder die Moto3. Wieder die letzte Schikane. Wieder ein Pulk von Fahrern, die im Mittelfeld um Punkte und Plätze kämpfen. Mittendrin: Niklas Ajo. Mit einem guten Manöver will er sich eine erfolgreiche Position sichern. Doch irgendwas läuft schief, denn seine Maschine gerät plötzlich ins Schlingern. Als ob das nicht genug wäre, versucht Ajo sein Bike wieder einzufangen, doch das misslingt. Wie ein Rodeo Reiter wird der Finne von seinem Bike geworfen, schafft es jedoch sich mit beiden Händen am Lenker festzuhalten. Die Maschine ist jedoch weiter in voller Fahrt unterwegs, auf direktem Weg in die Boxenmauer, hinter der Fotograf Fritz Glänzel steht.

 

Der macht in diesem Moment instinktiv weiter seinen Job während Ajo auf ihn zurast. Gefragt, ob er es in diesem Moment nicht plötzlich mit der Angst zu tun bekommen hätte nur seine trockene Antwort: „Hatte keine Zeit für Angst. Musste arbeiten, mit 11 Bildern pro Sekunde“. Und was macht Niklas Ajo? Der schafft es gerade noch die Maschine herumzureißen.

 

Während er im wahrsten Sinne an seiner Maschine hängt rollt er auf Knien mit Bike an der Zielflagge vorbei. Auch für ihn gilt 2015 wie schon bei Luca Grünwald: Platzierung weg, Punkte weg. Und den Rest lassen wir jetzt gedanklich auch einfach mal weg. Wie merkte TV-Reporter Matt Birt so schön an: „So eine Szene habe ich in meiner ganzen Reporterkarriere noch nicht erlebt“. Dem können wir uns nur anschließen. Niklas Ajo Zieleinfahrt in Assen 2015. Für uns schon jetzt das skurrilste Bild des Jahres.

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Achterbahnfahrt der Gefühle und Ergebnisse in der MotoGP 2015
Achterbahnfahrt der Gefühle und Ergebnisse in der MotoGP 2015 (© Suzuki Racing MotoGP Team)

Für das Foto der Woche muss diesmal ein simpler Kalenderspruch herhalten. Das Leben ist eine Achterbahnfahrt. Genauso ist es in der MotoGP. Es ist mit Leistungen und Ergebnissen ein ewiges auf und ab der Gefühle. Wer hätte vor dem Start der Saison darauf gewettet, dass Marc Marquez 2015 solche Probleme bekommen würde? Zu dominant war über seine letzte Saison. Wer hätte erwartet, dass Valentino Rossi nach sieben Rennen das WM Klassement bei den Fahrern anführen würde? Wer hätte gedacht, dass Jorge Lorenzo mit vier Siegen in Folge einen eigenen, persönlichen Rekord aufstellen würde? Wer hätte vorausahnen können, dass Suzuki plötzlich gar nicht so weit von der Musik weg ist? Genauso Ducati: Bockstark, immer für ein Podium (und vielleicht bald mehr) gut.

 

Genauso wie viele Teams und Fahrer überraschen, geht es aber eben auch genauso schnell oft in die andere Richtung. Ein Drittel der Saison ist schon längst vorbei, die Hälfte der Saison in zwei Rennen absolviert. 18 Rennen klingen lang, doch die Zeit rast – im wahrsten Sinne des Wortes – wie eine Achterbahn nur so an einem vorbei. Daher haben wir dieses Foto zum Foto der Woche gemacht, weil es dieses Auf und Ab so toll darstellt. Entstanden ist beim Großen Preis in Barcelona. Wo ist oben? Wo ist unten? Wer liegt vorne? Und wer liegt hinten? Einmal gedreht und alles ist anders. Ist es nicht genau das, was die MotoGP so spannend, faszinierend, unberechenbar und so begehrenswert macht?

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Maverick Vinales im MotoGP Paddock in Jerez 2015
Maverick Vinales im MotoGP Paddock in Jerez 2015 (©www.gp-photo.de)

Ruhe. Gelassenheit. Ausgeglichenheit. Eigenschaften, die einem MotoGP Fahrer gut zu Gesicht stehen – vor allem in stressigen Situationen auf der Piste. Eine weitere dringend benötigte Eigenschaft ist der Mut. Denn sind wir mal ehrlich: Wer ist normalerweise so bekloppt und setzt sich bei Tempo 350 km/h auf ein Fahrzeug ohne Knautschzone? Als unser Mann auf dem Foto der Woche geboren wurde, wussten seine Eltern vermutlich nicht, dass aus ihrem Jungen mal ein solcher Teufelskerl wird, der auf einer MotoGP Maschine über die Rennstrecken dieser Welt düst. Und doch müssen sie eine Vorahnung gehabt haben, denn sein Vorname geht auf den Titelhelden des Filmes „Top Gun“ (in der Hauptrolle Tom Cruise) zurück. Der Name des Helden im Film: Pete „Maverick“ Mitchell. Der Name im echten Leben: Maverick Ruiz Vinales.

 

Unser Mann der Woche lächelt auf dem Foto der Woche etwas schüchtern und doch verschmitzt. Womit wir wieder am Anfang wären. Maverick Vinales ist kein Lautsprecher. Er wirkt immer ruhig und zurückhaltend. Keiner, der in der ersten Reihe stehen will. Seine Interviews sind meist kurz gehalten. Er gibt die Antwort lieber auf der Rennstrecke. Das er dort mehr als eine Duftmarke hinterlassen konnte, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Seit 2011 fährt er in der Motorrad Weltmeisterschaft mit. Zweimal (2011 & 2012) wurde er in der 125er Klasse und dann in der Moto3 Dritter. 2013 die Weltmeisterschaft und der Aufstieg in die Moto2. Auch da 2014 der direkte Durchmarsch bis (fast) ganz nach vorne, im ersten Jahr gleich ein dritter Platz im Gesamtklassement. Vier Jahre somit in der WM, nie schlechter als Platz 3. Die Lernkurve von Vinales ist beeindruckend. Das zeigt er auch 2015, seinem ersten MotoGP Jahr. Einstieg als Werksfahrer beim Comeback von Suzuki. Sieben Rennen, kein einziger Ausfall. Nach Platz 14 im ersten Rennen geht es für Vinales Stück für Stück bergauf. Seit vier Rennen steigert er seine Ergebnisse von Runde zu Runde, mit einem fantastischen sechsten Rang zuletzt in Barcelona.

 

Gerade einmal 20 Jahre alt ist der Spanier und hat in diesen jungen Jahren schon neben sehr starken Ergebnissen etwas erhalten, was nicht jeder Fahrer sein Eigen nennen kann: Einen hochmotivierten Fanclub. Ein bisschen Ähnlichkeit zu den Fanutensilien von Valentino Rossi ist durch die Farbe Gelb vorhanden. Vielleicht ist das pure Absicht. Denn wenn Vinales so weitermacht wie bisher, steht einer ähnlichen Karriere wie Vale nichts im Weg. Unser Mann der Woche auf dem Foto der Woche: Der stille Star Maverick Vinales. Eingefangen von Fotograf Ronny Lekl in einem ruhigen Moment im Paddock von Jerez.

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Maria Herrera 2014 in der Moto3 in Mugello
Maria Herrera 2014 in der Moto3 in Mugello (©www.gp-photo.de)

Es ist eine seltene Spezies. Zwei weitere Pflänzchen sind in diesem Jahr gesetzt worden. Ob sie groß und kräftig werden? Ob sie sich gegen die Masse anderer Pflanzen des starken Geschlechts durchsetzen? Die Rede ist von Frauen im Zirkus der Motorrad Weltmeisterschaft. Selten gesehen – wie in vielen anderen Motorsportkategorien auch. Dabei gibt es durchaus eine lange, wenn auch kleine Geschichte von Frauen im GP Sport. Ausgerechnet eine Deutsche war es, die als erste in den Aufzeichnungen landete. Inge Stoll fuhr 1952 erste Punkte in einem Seitenwagen Rennen der Motorrad WM ein. Ihre Karriere endete tragisch mit einem tödlichen Unfall 1958 auf der Strecke in Brünn. Weiter ging es mit Gina Bovaird. Die US-Amerikanerin startete als bisher einzige Frau in der Königsklasse (1982 beim GP von Frankreich). Katja Poensgen aus Deutschland holte als bisher einige Frau Punkte in der damaligen 250er Klasse (2001 in Mugello). Taru Rinne aus Finnland und Tomoko Igata sammelten einige Punkte in der derzeitigen 125er Klasse in den Jahren 1988/1989 bzw. 1994/1995 ein.

 

Alle haben eins gemeinsam: Lange dauerte die Zeit der Damen (meist) nicht. Vielleicht machen es jetzt Ana Carrasco und Maria Herrera besser. Dabei ist Carrasco sogar schon seit 2013 am Start in der Moto3. Herrera dagegen kam über Wildcard Einsätze seit 2013 noch nicht hinaus. 2015 startet sie jetzt in ihre erste volle Moto3 Saison. Fotograf Ronny Lekl hat Maria Herrera vor kurzem in ihrer Box beim Rennen in Mugello beobachtet und auf den Auslöser gedrückt. Die Spanierin wartet zwar noch auf ihren ersten WM Punkt, konnte aber mit Platz 17 in Austin bereits einen ersten Achtungserfolg einfahren. Dabei hat Herrera durchaus richtig gute Ergebnisse im Gepäck, die sie mit in die Weltmeisterschaft bringt. 2013 hätte sie beinah die Moto3 Klasse der FIM Repsol CEV Meisterschaft gewonnen, doch im letzten Rennen erreichte sie nicht das Ziel. Ein gewisser Fabio Quartararo war es seinerzeit, der ihr die sicher geglaubte Trophäe in letzter Sekunde noch wegschnappte. Seit 2015 fährt Herrera für das Husqvarna Factory Laglisse Team in der Moto3 an der Seite von Isaac Vinales. Es wäre schön, wenn das Gastspiel der Frauen - und damit auch von Herrera - diesmal in der Weltmeisterschaft ein wenig länger dauert als in der Vergangenheit.

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Miguel Oliveira feiert seinen ersten Sieg in der Moto3 in Mugello.
Miguel Oliveira feiert seinen ersten Sieg in der Moto3 in Mugello (© www.gp-photo.de)

Es gibt sie immer noch: Diese Momente, die nur der Sport schreiben kann. Wenn ein Underdog gewinnt. Wenn ein Favorit strauchelt. Wenn das Comeback eines Abgeschriebenen gelingt. Oder aber, wenn dieser Erste, dieser magische Moment zum ersten Mal passiert. So geschehen am 31. Mai 2015 in Mugello. Ein Tag, den sich Miguel Oliveira dick, ganz dick in seinen Kalender eintragen wird. Wie so oft ist es ein enges und spannendes Rennen in der Moto3. Schon oft hat Oliveira in den letzten Rennen um die Spitze mitgekämpft, doch mehr als ein zweiter Platz ist auch 2015 bislang nicht für ihn herausgesprungen. Doch diesmal ist – so scheint es – die Zeit reif. In einem wilden Verfolgerfeld fährt der Portugiese ab der neunten Runde jede Runde als Führender über die Ziellinie. Nur einmal nimmt ihm zwischendurch Romano Fenati die Führung ab. Doch jede Führung im Rennen ist nichts Wert, solange nicht die Zielflagge geschwenkt worden ist. Die letzte Runde. Nur noch wenige Kurven sind zu fahren. Oliveira übernimmt nach erneuten Führungswechseln wieder die Spitze. Seine Gegner lauern. Der Weg zum Ziel ist nicht mehr weit. Noch eine letzte, die entscheidende Kurve. Nur Zentimeter trennen die Konkurrenten als Oliveira auf die Gerade von Start-Ziel einbiegt. Noch 200 Meter. Kann sich Danny Kent auf Platz zwei doch noch im Windschatten vorbeisaugen? Noch 100 Meter. Ein letzter kleiner Schlenker von Oliveira. Immer noch führt er. Noch 50, 40, 30, 20, 10 Meter. Es ist vollbracht.

 

Miguel Oliveira gewinnt das Moto3 Rennen in Mugello. Der erste Sieg seiner Karriere in der Weltmeisterschaft. Der erste Sieg eines Portugiesen in der Weltmeisterschaft. Es sind unbeschreibliche Szenen, die sich anschließend im Parc Ferme abspielen als Oliveira dort einfährt. Großer Jubel am Kommandostand bei KTM. Seine Mechaniker wollen ihn gar nicht mehr loslassen. Ein Drücken und Herzen wie man es selten dort sieht. Das alles setzt sich fort, als Oliveira endlich dort steht, wo jeder Fahrer immer in seiner Karriere stehen will. Ganz oben auf dem Podium. Auf Platz eins. Als die Nationalhymne anfängt zu spielen sieht man die glänzenden Augen voller Stolz bei Oliveira, aber auch bei seinem Team, das ihm von unten zujubelt. Der Glück des Augenblicks: Alles das sieht man in diesem Foto, als der 20jährige Portugiese diesen, seinen Siegerpokal küsst. Ein Moment, der nie vergehen soll. Ein Moment, den Miguel Oliveira nie vergessen wird.

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Die Craner Kurven im Donington Park
Die Craner Kurven im Donington Park (© Gregory Haines)

Es gibt Rennstrecken und es gibt ganz besondere Rennstrecken. Der Donington Park in Großbritannien gehört mit Sicherheit zur zweiten Kategorie. 1931 eröffnet ist er seit dieser Zeit ein fester Bestandteil in den Rennkalendern der Motorsportwelt. Doch in jüngster Vergangenheit tut man sich schwer, die ganz großen Motorsportveranstaltungen wie MotoGP und Formel 1 wieder zu gewinnen. Doch das soll heute nicht das Thema sein.

 

Doch was dürfte Donington zu einer besonderen Rennstrecke machen? Was zeichnet den Kurs aus? Fans würden es vermutlich so beschreiben: Ziemlich lange schon in Betrieb, jede Menge klassische Rennevents mit tollen Duellen und in diesem Fall noch richtig schön gelegen. Doch neben der Fansicht gibt es manchmal auch eine ganz eigene. In diesem Fall von einem ganz speziellen Fotografen. Normalerweise sitzt er in den Kommentatorenkabinen dieser Welt und redet sich den Mund über die aktuellen Rennen im Motorradsport fusselig. Letztes Jahr in der MotoGP, in dieser Saison bei den Rennen der Superbikes und weiteren Rennserien. Gregory Haines liebt und lebt den Motorsport und so war sein Besuch am letzten Wochenende beim Superbike Rennen in Donington etwas ganz spezielles für ihn. Mit zehn Jahren besuchte er erstmals mit seiner Familie ein Motorsportrennen – in Donington. 15 Jahre musste er auf einen erneuten Besuch warten, daher ein ganz besonderes Wiedersehen für ihn.

 

Ganz besonders ist auch das Foto der Woche, was Haines an dieser Stelle für uns eingefangen hat. Während der Streckenbegehung zur Vorbereitung blieb er an den berühmten „Craner Kurven“ stehen. Eine der kultigsten Kurven des britischen und des gesamten Motorsports. Unweigerlich muss man in diesem Moment an die heranfliegenden Motorräder denken und auch ein bisschen an Ayrton Senna, der das einzige Formel 1 rennen in Donington 1993 gewann. Haines legt bei diesem Foto sein Smartphone ganz unten auf den Boden um das Eintauchen vom Berg kommend besser demonstrieren zu können. Direkt aus dem Kiesbett aufgenommen zeigt die Strecke an dieser Stelle ihre ganze besondere Seite – und was die Fahrer im schlimmsten Fall erwartet. Wir nehmen also mit: Es muss also nicht zwangsläufig immer ein Motorrad zu sehen sein, um zum Foto der Woche zu werden.

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Moto2 Pilot Johann Zarco hebt vor dem Eifelturm in Paris ab
Moto2 Pilot Johann Zarco hebt vor dem Eifelturm in Paris ab (© Dorna)

Fahrend auf dem Bike. Stehend neben dem Bike. Sitzend in der Box. Jubelnd auf dem Podium. So kennen wir die MotoGP Fahrer. Aber was haben die eigentlich noch für andere Talente? Können sie zaubern? Können sie sechs Gang Menüs zubereiten? Können sie andere Sportarten und die vielleicht noch richtig gut?

 

Vieles, was unsere MotoGP Stars auf dem Kasten haben bleibt (leider) verborgen. Umso mehr macht es Spaß wenn man mal eine andere Seite der Fahrer kennenlernen kann. So geschehen bei der Vorbereitung der MotoGP für den Grand Prix in Le Mans. Vor so gut wie jedem Rennen  gibt es ein sogenanntes „Pre-Event“, eine kleine, öffentlichkeitswirksame Veranstaltung, die meist mit lokalen Fahrern aus dem Heimatland des Rennens absolviert wird.

 

So auch diesmal. Mit dabei unter anderem: Johann Zarco. Der Lokalmatador aus Frankreich. Einer der führenden Fahrer der Moto2. Er schippert bei diesem Event mit seinen Kollegen Tito Rabat, Pol Espargaro und Fabio Quartararo auf der Seine als es plötzlich passiert. Zarco klettert auf das Geländer und macht tatsächlich: Einen Salto. Fehlerfrei gestanden. Ausführung Note 1. Ungeahnte Talente auf einem Boot vor dem Eifelturm. Sieht man nicht alle Tage.

 

Und so lernen wir von diesem Moment, welch ungeahnte Fähigkeiten in den MotoGP Piloten stecken. Johann Zarco. Nicht nur der Mann auf dem Foto der Woche, sondern auch unser Überflieger der Woche.

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Moto3 - Fabio Quartararo für Estrella Galicia in Jerez
Moto3 - Fabio Quartararo für Estrella Galicia in Jerez (© www.gp-photo.de)

Leading the pack. So lautet unsere Überschrift für das Foto der Woche. Überflieger hat man schon viele kommen und gehen sehen. Genauso Talente oder hochgelobte Fahrer, die schneller wieder im grauen Mittelfeld verschwanden als man sich den Namen überhaupt merken konnte. In diesem Fall – so scheint es – stellt sich der Fall anders dar.

 

Fabio Quartararo führt auf unserem Foto der Woche das Feld in Jerez an. Immer wieder liegt er vorne, immerhin fünf Runden absolviert er an der Spitze des Felds. Doch gerade in der letzten Runde machen auch die Konkurrenten ernst. Das Feld in der Moto3: In der Regel eng beieinander. So auch 2015 in Jerez. Vier Fahren wollen gleichzeitig die optimale Position in der letzten Kurve für sich. Dabei ist Quartararo ein bisschen zu optimistisch, verhindert aber durch ein waghalsiges Manöver, dass alle drei Fahrer neben ihm abfliegen. Ihm selbst beschert es damit nur Rang vier – er wird es verschmerzen können.

 

Der Junge macht Spaß – nicht nur in diesem Moment. Als zweifacher Sieger der Moto3 CEV Nachwuchsklasse (2013 und 2014) geht er in diesem Jahr für das Estrella Galicia Team an den Start. Mit seiner fröhlichen, unbekümmerten und freundlichen Art ist er eine echte Bereicherung für den Paddock. Seine Qualitäten zeigt er schon jetzt auf der Strecke wie ein Großer. Eingewöhnungszeit? Respekt vor Namen? Nicht bei Monsieur Quartararo. Auch wenn es für den WM-Titel in diesem Jahr noch nicht reichen sollte, von „el diablo“ wird noch viel zu erwarten sein.

 

Fotograf Ronny Lekl schafft es in diesem Moment optimal auf den Auslöser zu drücken. Durch eine lange Belichtungszeit fängt er den vorne ruhig fahrenden Quartararo optimal ein, während der Rest durch entsprechende Bewegung verschwimmt. Fotokunst in Jerez.

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Moto2 - Jonas Folger gewinnt den GP von Spanien in Jerez
Moto2 - Jonas Folger gewinnt den GP von Spanien in Jerez (© www.gp-photo.de)

The flying Jonas. So nennen wir unser Foto der Woche. Der Moment, an dem man am liebsten vor Freude abheben würde. Ein bärenstarker Auftritt im ersten Rennen der Saison 2015 bescherte Jonas Folger den ersten Sieg seiner Moto2 Karriere. Wer also einmal so einen Sieg erlebt hat, der will das wieder. Jerez gehört bekanntlich zu den Lieblingsstrecken von Folger und so war der Erfolg in Spanien großartig, aber vielleicht schon gar nicht mehr so überraschend wie noch der in Katar.
Folger ist nun dabei im WM Kampf. Motoviert, hungrig, lauernd auf den nächsten Erfolg. Vielleicht schon in Le Mans?

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MotoGP - Bradley Smith 2014 auf der Monster Tech3 Yamaha am Sachsenring
MotoGP - Bradley Smith 2014 auf der Monster Tech3 Yamaha am Sachsenring (© www.gp-photo.de)

Der dritte Teil des “Am liebsten von hinten“ Monats beginnt mit einem Auszug aus dem Song von John Farnham „Pressure down“:

 

Oh the winner tells his story, the loser hides in shame

The winner steals the glory, while the loser takes the pain

 

Take the pressure down

Cause I can feel it, it's rising like a storm

Take hold of the wheels and turn them around

Take the pressure down

 

Worte, die für den Mann auf unserem Foto der Woche ganz gut passen: Take the pressure down. Nimm den Druck raus. Denkt sich wahrscheinlich nämlich Bradley Smith. Der Brite in Diensten von Monster Yamaha Tech 3 steht vor dieser Saison mächtig unter Druck. Dabei ist das, was man von ihm erwartet, eigentlich ganz einfach: Punkte holen. Und zwar möglichst viele und ein Podium darf es hier und da auch noch gerne sein. Von daher ist der mögliche Wunsch von Smith nach weniger Druck mit Sicherheit zu verstehen. Erst zum Ende der letzten Saison wurde es mit den Ergebnissen besser.

 

2015 hätte es Smith sicherlich gerne so, wie ihn Fotograf Ronny Lekl hier am Sachsenring erwischt hat. Smith von vorne, der Rest schaut von hinten drauf. Mal sehen wie er in die neue Saison reinkommt, leichter wird es – gerade gegen den starken Teamkollegen Pol Espargaro – mit Sicherheit nicht. Wenn die Ergebnisse ausbleiben sollten, geht die Diskussion um ein weiteres Jahr in der MotoGP™ sicherlich von vorne los. Und dann wird der Druck auf Smith wieder wachsen und er leise vor sich hin pfeifen: Take the pressure down…

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MotoGP - Scott Redding 2014 für das Gresini Racing Team in Brünn
MotoGP - Scott Redding 2014 für das Gresini Racing Team in Brünn (© www.gp-photo.de)

Da legst di nieder. Also fast. So halb. Zumindest ein bisschen. Nächste Runde im „Am liebsten von hinten“ März. Am liebsten von hinten? Ja, denn jeder Fahrer wünscht sich doch, dass die Kollegen möglichst nur den besten Ausblick auf einen haben: Auf das eigene Heck.

 

Das wünscht sich mit Sicherheit auch Scott Redding. Es gab in seiner Karriere Phasen, in denen er Marc Marquez den Auspuff zeigen konnte. Doch diese Zeiten sind schon eine ganze Weile her. In seiner ersten MotoGP™ Saison 2014 lief es, so lala. Irgendwie nicht richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Nur ein Ausfall, drei Top 10 Platzierungen, der Rest im grauen Mittelfeld. Für einen Rookie, zumal noch auf einem Open-Bike, gar nicht mal so übel. Aber Redding hat höhere Ansprüche. Seine Reaktionen nach den Rennen waren oft entsprechend.

 

Jetzt also die Rückkehr zum neuen, alten Team. Mit Mark VDS will Redding wieder an die erfolgreichen Moto2 Zeiten anknüpfen. Wie man an allen Reaktionen sehen kann, blüht Scotti gerade wieder richtig auf. Zurück in den Schoß der Familie könnte man so fast sagen. Auf dem Foto der Woche legt sich Redding für Fotograf Ronny Lekl in Brünn richtig quer. Eine unglaubliche Schräglage, eigentlich meint man, der Fahrer müsste jede Sekunde von der Strecke rutschen. Aber er tut es nicht sondern bleibt auf dem Asphalt kleben. Scott Redding auf unserem Foto der Woche.

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MotoGP - Andrea Dovizioso 2014 auf seiner Ducati in Mugello
MotoGP - Andrea Dovizioso 2014 auf seiner Ducati in Mugello (© www.gp-photo.de)

Am liebsten von hinten. Das neue Motto für den März beim „Foto der Woche“. Denn ist es nicht so, dass ALLE Fahrer in dieser Position am liebsten, am allerliebsten unterwegs sind? Denn wenn sie keinen Blick mehr auf ein hübsches Hinterteil einer MotoGP Maschine haben, dann sind sie entweder ausgeschieden (nicht gut) oder aber sie führen das Feld von Platz eins an (so soll es sein).

 

Einer, der das Feld deutlich öfter als bisher von vorne anführen möchte heißt Andrea Divizioso. Der Italiener mit der niedrigsten Startnummer aller Fahrer im MotoGP™ Feld will mit seiner Ducati 2015 voll durchstarten. Schon 2014 konnte er einige Akzente setzen. Eine Pole Position und zwei Plätze auf dem Podium zeigten den Aufwärtstrend, den „Dovi“ mit seiner roten Göttin genommen hat. 2015 soll nun die nächste Stufe gezündet werden. Allerdings ist fraglich, ob die neue Maschine rechtzeitig zum Saisonstart fertig wird. Nichtsdestotrotz heißt es auf diesem Foto, auch das Heck einer MotoGP™ Maschine kann wirklich sehr entzücken. Dovizioso und die Ducati auf dem Weg an die Spitze? Es wird spannend, ob das Vorhaben klappt.

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MotoGP - Warm-Up mit Marc Marquez bei der Boxenausfahrt in Misano
MotoGP - Warm-Up mit Marc Marquez bei der Boxenausfahrt in Misano (© www.gp-photo.de)

Im letzten Teil des „Warm-Up“ im Februar wird es noch einmal sportlich. Also eher gesagt geht es darum, die Beweglichkeit zum Saisonstart noch einmal so richtig zu aktivieren. Die unterschiedlichen Fahrer und ihre Aufwärmübungen haben wir in den letzten Wochen schon kennenlernen können. Jeder Fahrer hat da nämlich so seine eigenen Rituale, wenn es mit der Maschine aus dem Boxengasse rausgeht.

 

In dieser Woche sehen wir Marc Marquez, der bei der Ausfahrt von Fotograf Ronny Lekl „erwischt“ worden ist. In Assen geht’s raus auf die Strecke und Marquez dehnt und streckt sich, lockert die Beine und Oberschenkel um noch einmal die letzte Geschmeidigkeit zu erhalten. Beweglichkeit ist in diesem Fall ein gutes Stichwort, denn die MotoGP Piloten müssen während eines Rennens ihren ganzen Körper einsetzen um die Maschine durch die Kurven zu prügeln. Jeder der Fahrer schwört da auf ein eigenes Aufwärmprogramm. Während einer bei der Ausfahrt die Beine streckt, ein anderer sich aufstellt ist es in diesem Fall Marquez, der sich noch einmal ganz klein macht und seine Beine lockert.

 

Die Aufwärmphase ist vorbei, jetzt gilt es bei den derzeit laufenden Tests die richtige Abstimmung für die Maschine zu finden um dann in wenigen Wochen richtig präpariert in die neue Saison 2015 starten zu können.

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MotoGP - Warm-Up mit Stefan Bradl in Assen 2014
MotoGP - Warm-Up mit Stefan Bradl in Assen 2014 (© www.gp-photo.de)

Teil drei des „Warm-Up“ im Februar. Einmal sind wir schon aufgestanden, einmal haben wir das Bein gehoben und jetzt bleiben wir einfach mal sitzen. Wir dehnen und strecken jetzt unseren Rücken, indem wir uns langsam nach vorne auf unserer Maschine strecken und einen Arm auf dem Tank auflehnen. Fotograf Ronny Lekl hat Stefan Bradl 2014 in Assen bei dieser Übung beobachtet und schnell auf den Auslöser gedrückt. Wobei: Ganz perfekt ist die Dehnung hier nicht ausgeführt, denn Bradl stützt nur seinen Ellenbogen leicht auf.

Diese Art der Bewegung ist allerdings bei vielen Fahrern zu beobachten wenn Sie durch die Box rollen. Es wirkt immer wie eine Mischung aus Lässigkeit und Langeweile wenn sie mit einer Hand am Lenker und der anderen auf den Tank aufgelehnt durch die Gegend rollen. Eine Übung steht noch aus, dann sollten wir langsam aber sicher den Winterrost aus den Knochen abgeschüttelt haben um locker in die neue Saison starten zu können.

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MotoGP - Warm-Up mit Hector Barbera 2014 in Assen
MotoGP - Warm-Up mit Hector Barbera 2014 in Assen (© www.gp-photo.de)

Zweite Runde im „Warm-Up“ beim Foto der Woche. Letzte Woche haben wir unsere müden, etwas eingerosteten Glieder schon mal mit Andrea Iannone gelockert. In dieser Woche machen wir die nächste Übung mit Hector Barbera. Bereit? Also los, auf die Maschine. Zuerst das linke Bein halten und langsam mit der Hand nach oben ziehen. Klappt es? Fotograf Ronny Lekl hat Barbera 2014 in Assen bei genau dieser Übung beobachtet. Auch wenn Barbera mit seinen 28 Jahren nicht mehr zu den jungen Wilden im Fahrerfeld gehört: 2015 startet er in seine mittlerweile sechste MotoGP Saison. Ordentliche Lockerungsübungen sind jedenfalls vonnöten, wenn er die von Jahr zu Jahr schlechteren Ergebnisse in der WM-Wertung umkehren möchte. Ob ihm das 2015 gelingt? Auf unserem Foto der Woche zeigt er uns jedenfalls eine der vielen Varianten, wie Fahrer sich bei der Boxenausfahrt noch einmal locker machen und aufwärmen.

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Das Foto der Woche

MotoGP - Warm-Up mit Andrea Iannone 2014 in Assen
MotoGP - Warm-Up mit Andrea Iannone 2014 in Assen (©www.gp-photo.de)

Zurück aus der Winterpause startet unsere Rubrik „Das Foto der Woche“ wieder durch. Für die MotoGP™ Fahrer geht es nach eben dieser Winterpause in dieser Woche das erste Mal wieder auf ihre Maschinen. In Sepang können sich Rossi, Marquez, Bradl & Co. die Steife und Müdigkeit aus den Knochen fahren. In Sportlerkreisen nennt man das dann auch „Warm-up“, um richtig auf Temperatur zu kommen. Bei guten rund 20 Grad bei den Tests in dieser Woche sollte das auch kein allzu großes Problem werden.

 

Aus eben diesem Grund macht auch das „Foto der Woche“ im Februar ein „Warm-up“. Bilder zum Aufwärmen auf die MotoGP™ Saison 2015. Wie wäre es zu Beginn damit, erst einmal aus dem Sessel, pardon, vom Sitz aufzustehen und sich schön zu strecken? So wie Andrea Iannone bei seiner Boxenausfahrt 2014 in Assen. Fotograf Ronny Lekl hat den Italiener hier noch auf seiner Pramac Ducati erwischt, wie er sich auf seine Maschine stellt und ein bisschen auflockert. Wie wir in diesem Monat noch sehen werden hat jeder Fahrer da ganz unterschiedliche Rituale um sich für die Runden auf der Strecke fit zu machen. Iannone probiert es hier mit einem klassischen Steher. Dazu dehnt und lockert er noch einmal seine Handgelenke. Achtet mal darauf, wenn Ihr das nächste Rennen verfolgt welche Dinge die Fahrer so machen. Ist sehr interessant zu beobachten. Zurück zu Andrea Iannone. Den werden wir nämlich 2015 nicht mehr auf einer Pramac sondern auf einer Werksmaschine, der Ducati sehen. Wir wünschen schon jetzt einen guten Start. Und nicht vergessen: Immer schön locker bleiben.

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